Jacques Villeneuve: «Dafür muss Lewis Hamilton im Ferrari den Preis zahlen»
Während Charles Leclerc beim Japan-GP feiner Dritter wurde, kam Lewis Hamilton lediglich auf P6 ins Ziel. Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve glaubt, den Grund dafür zu kennen.
Ein lachendes und ein weinendes Auge bei Ferrari nach dem unterhaltsamen Grossen Preis von Japan: Der Monegasse Charles Leclerc fuhr vom vierten Startplatz zu einem guten dritten Platz, der englische Superstar Lewis Hamilton lag zwischendurch zwar auf P3, am Ende aber kam der Rekord-Champion dort ins Ziel, von wo er auch gestartet war – als Sechster.
Danach haderte der 105-fache GP-Sieger mit dem Energie-Management: «Ich habe mich an die Vorgaben des Teams gehalten, wie ich die Energie am besten einsetzen soll, aber dennoch hatte ich grösste Mühe, mit den Gegner mitzuhalten. Ich verstehe das nicht.»
Jacques Villeneuve glaubt, eine mögliche Erklärung gefunden zu haben. Der 54-jährige Kanadier (Formel-1-Champion 1997) sagt: «Der Ferrari ist im Rennen sehr konkurrenzfähig. Wir sehen, die Fahrer können damit richtig spielen, sie können kämpfen, und es reagiert sehr spontan. Es gibt ihnen ein besseres Gefühl fürs Rennen als den beiden Mercedes-Fahrern.»
«Mir ist aufgefallen – jedes Mal, wenn die Mercedes kurz nach dem Start in einen Kampf verwickelt waren, verloren entweder beide oder büssten gleich mehrere Positionen ein; und dies mit einem Auto, das auf eine Runde das schnellste im Feld bleibt, und das ist für mich das Merkwürdige.»
«Entlang der Piste ist zu sehen, dass der Ferrari ein lebhafteres Heck hat. Und manchmal wird das für Leclerc und Hamilton zum Nachteil. Man konnte besonders bei Charles schon im Training sehen, wie ihm das Heck des Wagens mehrfach wegrutschte.»
«Ich glaube, auch Hamilton kämpft mit diesem Rutschen, und letztlich geht das auf die Reifen, daher musste er am Ende des Rennens den Preis dafür zahlen. Und das ist ein Trend, den wir seit Saisonbeginn beim Ferrari sehen und der sich fortsetzen wird.»
«Allerdings kommen wir jetzt auf Strecken, die sehr unterschiedlich sind, mit weniger Hochgeschwindigkeitskurven, und das sollte Ferrari helfen.“
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach