Jorge Martin litt: Hoffnung und Schmerzen zum Auftakt des Malaysia-GP
Sechs Tage nach dem Bruch des rechten Handgelenks stieg Jorge Martin wieder auf die MotoGP-Aprilia. Wenig überraschend blieben Spitzenzeiten aus, doch der WM-Zweite biss sich durch den Auftakt.
Immerhin zwölf Runden gezeitete Runde schaffte Jorge Martin während des FP1. Damit fehlten dem «Martinator» im Schnitt nur drei Umläufe auf die Konkurrenz. Doch mehr als zwei zügige Runden am Stück ersparte sich der erste WM-Verfolger von Marc Marquez. Nach dem bestandenen Check auf der Strecke und durch das medizinische MotoGP-Team am Vormittag schien sogar eine Attacke im Zeittraining möglich – doch dem war nicht so. Anstatt einer möglichst kontrollierten Chaosrunde und dem erträumt glücklichen Einzug ins Q2
Jorge Martin konnte Crash nur mit Mühe verhindern
Zuvor hatte der Spanier sich selbst und die Aprilia-Mannschaft geschockt. Nach einem gewaltigen Rutscher entging Martin nur knapp dem nächsten Abflug. Zwei Minuten später saß Martin wenig begeistert in der Box und weitere zwei Minuten später war der Rückzug nach Abstimmung mit Rennarzt Dr. Angel Charte beschlossene Sache.
«Jorge Martin verzichtet nach Beratung mit Dr. Charte auf eine Fortsetzung des Zeittrainings, um ihm weitere Erholung während des Wochenendes zu ermöglichen», so die offizielle Mitteilung der Aprilia-Mannschaft. Teammanager Paolo Bonora fügte hinzu: «Es war eine gemeinsame Entscheidung, den Freitag nicht fortzusetzen und es am Samstag wieder zu versuchen. Ein Zeittacke fällt Jorge sehr schwer und das Risiko zum jetzigen Zeitpunkt wäre einfach zu hoch.»
Angesprochen auf den «Beinahe-Crash» wiegelte Teammanager Bonora ab: «Es war eine ganz rationale, objektive Diskussion. Wir haben allein die medizinische Situation als Grundlage gesehen. Jorges Schreckmoment hatte keinen Einfluss auf unsere Entscheidung.»
In voller Konsequenz wurden sämtliche öffentlichen Termine des «Martinator» gestrichen. Im FP2 am Samstagmorgen soll es nun darum gehen, zu beurteilen, ob Renneinsätze sinnvoll durchgeführt werden können. Die Fakten: Jorge Martin verlor im FP1 1,8 Sekunden, am Nachmittag waren es 2,3 Sekunden – letzter Platz für den WM-Zweiten. Ob Jorge Martin trotz tapferer Vorstellung die Kraft hat, seine Ausgangslage zu verbessern – das FP2 unmittelbar vor dem Qualifying wird Antworten liefern.
Während Jorge Martin um jede weitere Runde ringt, geht Marc Marquez nach zwei Bestzeiten unbeschwerter in den Sprint-Samstag. Doch auch der WM-Leader und Favorit erlebte keinen perfekten Tag. Im Zeittraing flog «MM93» ab, blieb aber unverehrt.
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