Marcel Schrötter nach Spa: «Wichtige Punkte, aber wir wollen mehr»
Marcel Schrötter fuhr mit ERC Endurance bei den 8 Stunden von Spa auf Gesamtrang 10. Wechselhaftes Wetter und ein Defekt am Schaltgestänge verhinderten jedoch ein besseres Ergebnis.
Mit Platz 10 bei den
Ganz zufrieden war Schrötter nach dem zweiten Saisonlauf allerdings nicht. Der 33-Jährige sah durchaus Potenzial für ein besseres Ergebnis, doch wechselhafte Wetterbedingungen und ein technischer Defekt warfen die Mannschaft zurück.
«Spa war ein großartiges Event. Vor allem wegen der fantastischen Rennstrecke. In dieser Hinsicht hat es wirklich Spaß gemacht», sagte Schrötter nach dem Rennen.
Premiere in Spa: Schrötter erstmals Startfahrer
Für den Deutschen begann das 8-Stunden-Rennen mit einer Premiere. Er eröffnete den Wettbewerb für ERC Endurance und brachte die BMW M1000RR in den ersten Rennminuten sicher durch das dichte Feld. «Es war echt cool, zum ersten Mal der Startfahrer gewesen zu sein», hielt Schrötter fest.
Sportlich musste das Team allerdings erkennen, dass die Spitze an diesem Wochenende außer Reichweite lag. «Leider hatten wir nicht die Pace, um mit den ersten fünf oder sechs Teams mitzuhalten», räumte Schrötter ein. Erschwert wurde die Aufgabe durch die typischen Spa-Bedingungen mit ständig wechselndem Wetter und unterschiedlichen Gripverhältnissen.
Dunlop-Teams auch im Nassen im Nachteil
«Die Wetterbedingungen – mit Regen und einer halb nassen, halb trockenen Strecke – haben uns auch nicht geholfen. Wegen der gemischten Bedingungen war es für uns aufgrund unseres Reifenmaterials etwas schwieriger und wir haben Zeit verloren», erklärte Schrötter, der in der Langstrecken-WM auf Dunlop-Reifen fährt, während die Spitzenteams auf Bridgestone setzen.
Zusätzlich verlor ERC Endurance wertvolle Minuten durch einen technischen Defekt. Wie SPEEDWEEK.com erfuhr, kämpfte das Team im Rennen mit Problemen am Schaltautomaten beziehungsweise am Schaltgestänge, was einen ungeplanten Reparaturstopp notwendig machte.
Trotz der Rückschläge brachte das Team die BMW sicher ins Ziel und sammelte wichtige Zähler für die Meisterschaft. «Wir haben die Distanz solide absolviert und sind in unserer Wertung auf dem siebten Platz gelandet. Das sind auch wichtige Punkte, aber natürlich wollen wir mehr.»
Der ehemalige Moto2-Pilot sieht die Voraussetzungen für bessere Ergebnisse durchaus als gegeben an. «Wir haben als Team und mit den Fahrern definitiv das Potenzial, das zu erreichen. Ich denke, jeder von uns hat immer alles gegeben und zeitweise waren wir wirklich schnell.» Nach seiner Einschätzung verhinderten vor allem einige unglückliche Umstände ein besseres Resultat.
«Leider liefen ein paar Dinge nicht so, wie sie hätten laufen sollen. Aber das sind Dinge, aus denen wir lernen können und die wir hoffentlich beim nächsten Mal besser machen.» Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem BMW-Piloten nicht. Bereits Anfang Juli steht mit den Suzuka 8 Hours das prestigeträchtigste Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem Programm.
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