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Motobox Kremer auf Platz 8: Lehmann und Geiger brillieren beim Spa-Debüt!

Mit drei jungen Fahrern und kaum Erfahrung auf Superbike und Dunlop-Reifen sorgte Motobox Kremer bei der EWC in Spa für eine große Überraschung. Manfred Kremer: «Sie haben es richtig gerockt!»

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Während BMW den lang ersehnten Sieg feierte und YART seine WM-Führung ausbaute, sorgte beim zweiten Lauf der Langstrecken-WM in Spa-Francorchamps vor allem ein Privatteam für staunende Gesichter. Motobox Kremer kämpfte sich mit einer beeindruckenden Leistung von Startplatz 24 bis auf den achten Gesamtrang nach vorne und belegte damit den sechsten Platz in der EWC-Kategorie.

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Besonders bemerkenswert: Mit Lennox Lehmann und Dirk Geiger setzte das Team auf zwei junge deutsche Talente, die kaum Erfahrung auf einem Superbike und den Dunlop-Reifen hatten. Zudem kannte keiner der Fahrer den anspruchsvollen Ardennen-Kurs – auch Max Stauffer war zuvor noch nie in Spa gefahren.

Lennox Lehmann wuchs im Rennen über sich hinaus

«Unsere Ausgangslage war nicht besonders gut. Im Qualifying kamen wir nicht über Startplatz 24 hinaus – wir alle kannten den Kurs nicht», erklärte Lennox Lehmann beim Treffen mit SPEEDWEEK.com nach dem Rennen. Die schwierigen Wetterbedingungen spielten dem Team dabei keineswegs automatisch in die Karten. Vielmehr gelang es den Fahrern und Strategen, die wechselnden Verhältnisse nahezu fehlerfrei zu meistern.

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«Es war ein spannendes Rennen. Wir waren uns bewusst, dass es auf Grund der Wetterbedingungen ein schwieriges Rennen wird. Wir hatten über lange Phasen des Rennens keine klaren Bedingungen und fanden Mischbedingungen vor. Wir haben das aber gut gelöst», bilanzierte Lehmann.

Bereits in den trockenen Rennphasen arbeitete sich Motobox Kremer kontinuierlich nach vorne. Als der Regen einsetzte, legte das Team noch einmal zu. «Im Rennen konnten wir uns bereits in den trockenen Stints zu Beginn gut vorarbeiten. Max fuhr im Regen brutal stark. Bei mir lief es im Regen auch ganz gut», berichtete Lehmann.

Zum Schlüssel für das Top-Ergebnis wurden schließlich die letzten beiden Rennstunden. Lehmann übernahm den Schlussstint und profitierte von einer mutigen Strategieentscheidung. «Die beiden finalen Stunden bin ich alleine gefahren. Das lief richtig gut. Wir sind sehr zeitig auf Slicks gewechselt. Ich konnte viele der Topteams überholen, die zu diesem Zeitpunkt noch mit Regenreifen fuhren. Das hat uns einige Positionen nach vorne gebracht.»

Das Endergebnis konnte sich sehen lassen. «Wir als kleines Privatteam können sehr zufrieden sein mit Platz 8 in der Gesamtwertung und Platz 6 in der EWC-Kategorie. Damit sind wir sehr happy und stolz auf uns. Wir waren das zweitbeste Yamaha-Team und das führende Dunlop-Team in der EWC-Klasse. Es war einfach ein Toptag! Auf diesem Ergebnis wollen wir aufbauen.»

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Besonders stolz ist Lehmann darauf, dass das junge Fahrertrio trotz der fehlenden Erfahrung kaum Fehler machte. «Wir sind extrem jung, vermutlich eine der jüngsten Fahrerpaarungen im gesamten Paddock. Es hat einfach gut funktioniert. Bereits in Le Mans waren wir stark unterwegs. Leider hatten wir dort ein technisches Problem. Sonst wären wir bereits beim Auftakt in die Top-10 gefahren. Es scheint einfach gut zu funktionieren bei uns im Moment.»

Mit Blick auf das dritte Saisonevent der Langstrecken- WM 2026, die prestigeträchtigen Suzuka 8 Hours, bleibt der Deutsche allerdings realistisch. «In Japan wird es natürlich schwieriger durch die vielen starken Werksteams. Aber wir nehmen dieses Erlebnis mit.»

Dirk Geiger: In Spa war alles neu

Auch Dirk Geiger blickte auf ein außergewöhnliches Wochenende zurück. Für den ehemaligen Supersport-300-WM-Pilot war Spa gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland. «Ich saß noch nie auf einer 1000er, doch wir sind entspannt an die Sache herangegangen. Wir haben versucht, im Training viele Runden zu sammeln. Für mich ging es darum, die Meisterschaft kennenzulernen.»

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Im Regen tat sich der 23-Jährige allerdings schwer. «Im Regen fiel es mir ehrlich gesagt nie richtig leicht hier. Ich fand kein gutes Gefühl. Deshalb bin ich auch nur zu Rennbeginn zwei Stints gefahren. Lennox und Max haben danach übernommen.»

Eigentlich war für Geiger noch ein weiterer Einsatz zum Rennende geplant. «Ich sollte gegen Ende noch einmal fahren. Doch Lennox wusste, wo die nassen Stellen sind und ist deshalb durchgefahren. Mein Beitrag hielt sich deshalb in Grenzen. Doch sie haben sehr gute Arbeit geleistet.»

Auch bei Geiger war die Freude über das Ergebnis groß. «Ich habe die Tage hier genossen und danke dem Team. Mit so einem Ergebnis hat niemand so richtig gerechnet. Ich bin happy, das Team ist happy», so der Yamaha-Pilot.

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Lob vom Team: «Sie haben es richtig gerockt!»

Auch Teammanager Georg Haas geriet nach dem Rennen regelrecht ins Schwärmen, als er sich mit SPEEDWEEK.com traf. «Das ganze Team hat richtig gut funktioniert. Wir haben das wechselhafte Wetter sehr gut gemeistert», sagte Haas. «Wir haben nur ein Mal eine falsche Entscheidung getroffen, als wir einen Slick montiert hatten und eine Runde später für Regenreifen stoppen mussten.»

Vor allem die Leistung der jungen Fahrer beeindruckte ihn nachhaltig. «Die Fahrer sind über sich hinaus gewachsen. Der Knoten ist erst im Rennen geplatzt. Es war die beste Teamleistung im gesamten Fahrerfeld, wenn man sich das Alter unserer Fahrer vor Augen führt. Wir sind regelrecht geflasht. Es ist eine unglaublich große Motivation.»

Teamchef Manfred Kremer hatte vor dem Wochenende keine großen Erwartungen. Angesichts der fehlenden Erfahrung seiner Piloten wäre bereits ein Platz im Bereich der Top-20 ein Erfolg gewesen. «Wir sind mit drei jungen Piloten hierhin gekommen. Keiner hatte besonders viel Erfahrung auf einer 1000er. Zudem kannten sie den Kurs nicht. Wir rechneten uns von Startplatz 24 ein Ergebnis im Bereich von Platz 18 aus.»

Dass daraus am Ende Rang 8 wurde, überraschte selbst den erfahrenen Teamchef. «Ich war vom Lennox überrascht, vom Dirk auch, ich war von allen drei Fahrern überrascht. Sie waren noch nie hier und haben es richtig gerockt.»

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Mit ihrer Leistung haben die Nachwuchspiloten nicht nur für die Überraschung des Spa-Wochenendes gesorgt, sondern auch bewiesen, dass sie sich vor den etablierten EWC-Größen keineswegs verstecken müssen.

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