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Honda weiter im Tal der Tränen: Nullnummer bei der Superbike-WM in Most
Ducati-Pilot Jaume Masia äußerte sich nach der Kollision mit Albert Arenas zum Vorfall in Kurve 20 und kritisierte im gleichen Atemzug die Regeln und die Zugeständnisse für Yamaha und ZX Moto.
Nach dem umstrittenen Zwischenfall mit Albert Arenas meldete sich auch Unfallverursacher Jaume Masia zu Wort. Der Ducati-Pilot brachte den WM-Leader im zweiten Lauf der Supersport-WM in Most mit einem aggressiven Überholmanöver zu Sturz und erhielt dafür eine Long-Lap-Penalty. Während
«Ich ging zu ihm, um mich zu entschuldigen», schilderte Masia nach dem Rennen. «Ich überholte ihn ziemlich knapp. Doch in der Runde zuvor überholte er mich auch sehr aggressiv und ich musste das Motorrad aufrichten. Das ist Rennsport.»
Der Spanier erklärte, dass er die Szene nach dem Rennen nochmals analysiert habe. «Ich sah das Video und die Berührung mit meinem Fuß. Leider kam er dadurch zu Sturz. Das beschert mir ein schlechtes Gefühl.»
Masia absolvierte die von der Rennleitung ausgesprochene Long-Lap-Penalty und startete anschließend eine aggressive Aufholjagd. Dabei fuhr der Ducati-Pilot die schnellste Rennrunde, riskierte jedoch zu viel und stürzte später selbst in Kurve 15. «Nach der Long-Lap pushte ich hart, um die Gruppe vor mir einzuholen. Das Renntempo war sehr hoch, dann machte ich einen kleinen Fehler und stürzte.»
Sportlich war das Rennen für Masia besonders bitter, weil die Konkurrenz in der Meisterschaft massiv profitierte. Valentin Debise (ZX Moto) und Can Öncü (Yamaha) holten mit ihren starken Resultaten viele Punkte auf Arenas und Masia auf. Die Top-4 der Meisterschaft liegen nun innerhalb von lediglich 38 Punkten.
Masia nutzte die Gelegenheit außerdem für deutliche Kritik an der technischen Situation in der Supersport-WM. Der Ducati-Pilot fühlt sich gegenüber den anderen Marken benachteiligt. «Yamaha und ZX Moto leisten sehr gute Arbeit. Ich bin die einzige Ducati, die an der Spitze kämpft. Das ist die Realität», erklärte der Moto3-Weltmeister der Saison 2023. «Für mich und mein Team ist es nicht fair. Die anderen Motorräder erhalten immer mehr Zugeständnisse und wir nicht.»
Die Dominanz der Konkurrenz ärgert Masia zunehmend. «Wir kämpfen gegen die blauen Bikes», sagte er mit Blick auf die vielen Yamaha R9 im Spitzenfeld. «Es sieht aus, als wäre es eine Markenmeisterschaft von ihnen.»
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