Manuel Gonzalez (1.): Müssen auch für die schwierigen Momente bereit sein
Intact-Pilot Manuel Gonzalez fuhr im Moto2-Rennen in Mugello einen Start-Ziel-Sieg ein. Seine WM-Führung konnte er auf 34,5 Punkte ausbauen. Was es laut dem Spanier braucht, um Weltmeister zu werden.
Nach seinem emotionalen Sieg in Barcelona vor zwei Wochen, erlebte Moto2-Pilot Manuel Gonzalez in Mugello erneut ein perfektes Wochenende. Im Qualifying am Samstag erzielte er überlegen die Pole-Position und auch im Rennen am Sonntag zeigte er, dass er sich momentan auf seiner Kalex pudelwohl fühlt.
Im Rennen über 19 Runden legte der WM-Leader einen Raketenstart hin. Und auch danach ließ er seinen Konkurrenten keine Chance. Nur Ivan Ortola konnte ihm bis kurz nach der Halbzeit folgen, danach baute der Intact-Pilot Runde um Runde seinen Vorsprung aus. Zudem musste Ortola kurz vor dem Ende des Rennens sein Motorrad wegen eines technischen Defekts abstellen. Die Ziellinie überquerte Gonzalez mit 5,327 Sekunden Vorsprung auf Lokalmatador Celestino Vietti. Es war der zweite Sieg in Folge. Zudem konnte Gonzalez seinen Mugello-Sieg aus dem Vorjahr wiederholen.
«Es fühlt sich so gut an, ein Rennen wie dieses zu fahren. Es ist immer schön, sich an die Spitze setzen zu können, aber mental ist es wirklich hart, weil man sich in jeder Runde voll konzentrieren muss», meinte der Spanier nach dem Rennen. Ganz so leicht erkämpft war sein Sieg dann doch nicht. «In der sechsten oder siebten Runde, als Ivan (Ortola) näherkam, habe ich ein bisschen zu sehr gepusht, weil ich mich absetzen wollte, um ein entspannteres Rennen zu haben. Aber er war wirklich nah dran, und ich fing an, kleine Fehler zu machen. Also sagte ich mir, dass ich einfach mein Ding durchziehen muss; wenn mir das gelingt, werden die anderen Schwierigkeiten haben, an mir dranzubleiben. Ich blieb ruhig, war konzentriert und bin in keiner Kurve über das Limit gegangen. Am Ende hat es funktioniert, da ich meine Rundenzeiten konstant halten konnte. Ich habe mich auf dem Motorrad wirklich gut gefühlt, auch wenn die letzten Runden mit dem Vorderreifen etwas schwierig waren. Aber das Problem hatten sicherlich alle.»
Schwierige Momente seien entscheidend
Mit dem Sieg in der Toskana baute Manuel Gonzalez seine WM-Führung auf 129,5 Punkte auf. Auf Izan Guevara, der in Mugello Siebter wurde, hat er 34,5 Punkte Vorsprung.
«Letztendlich haben wir einen weiteren Sieg eingefahren und ein weiteres Podium, und das ist genau das, was wir erreichen wollen. Unsere Strategie ist wieder perfekt aufgegangen, daher können wir damit super zufrieden sein. Aber wie ich immer sage: Es ist leicht, in solchen Momenten glücklich zu sein, aber wir müssen auch in schwierigen Situationen zufrieden bleiben und gute Ergebnisse liefern. In Austin hatte ich ein schwieriges Rennen und ich wurde dennoch Fünfter. Um eine Meisterschaft zu gewinnen, sind die schwierigen Momenten entscheidend. Es werden mit Sicherheit Strecken kommen, auf denen wir mehr zu kämpfen haben. Wir müssen bereit sein für diese Momente», betonte Gonzalez. «Wir werden so weitermachen und weiter pushen, denn wir haben jetzt ein wirklich gutes Paket. Wir gehen mit dem gleichen Speed und dem gleichen Willen nach Ungarn, um wieder Spaß am Fahren zu haben.»
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