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Bedon (Snipers): «Romano Fenati ist ein guter Junge»
Das Snipers-Team gab Romano Fenati in der Moto3-WM eine neue Chance. Manche Sponsoren stiegen deshalb aus. «Einige sahen Romano als Monster», berichtete Teammanager Stefano Bedon. Er will Fenati in die MotoGP bringen.
Moto3
Im Artikel erwähnt

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Nach dem Skandal von Misano 2018, als Romano Fenati im Moto2-Rennen in die Vorderradbremse von Stefano Manzi griff, stand die Karriere des zehnfachen GP-Siegers vor dem Aus: Sperre, Rauswurf, Vertragsauflösung. Am Ende erbarmte sich das Snipers Team, für das der Italiener schon 2017 und 2018 unterwegs war – und schickte den Italiener in die Moto3-WM 2019.
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Snipers-Teammanager Stefano Bedon und Teameigentümer Mirko Cecchini glauben an Fenati – obwohl sie eigentlich schon Makar Yurchenko unter Vertrag genommen hatten. Der Kasache wurde aber – mit Hilfe von Dorna – auf die KTM von BOE Skull Rider Mugen Race verfrachtet, wie Bedon im Interview mit "motorsportmagazine.com" erzählte. "In Sepang diskutierten wir im Oktober darüber, was wir für Romano tun könnten, weil seine Karriere sonst vorbei gewesen wäre", berichtete Bedon. "Wir hatten bereits einen Vertrag mit Yurchenko unterzeichnet, aber Carlos Ezpeleta sagte uns, er wolle unbedingt, dass Romano in der Weltmeisterschaft bleibe. Romano meinte, falls er zurückkommen sollte, dann wolle er zu uns, weil er sich in unserem Team wohl fühlt. Also half uns Dorna, Yurchenko in einem anderen Team unterzukriegen." Diese Entscheidung blieb für das Snipers-Team aber nicht ohne Konsequenzen: "Das hatte eine schreckliche Situation mit unseren Sponsoren zur Folge, weil einige Romano als Monster sahen und wir eine Menge Unterstützung verloren. Dieses Jahr ist alles neu und es ist sehr schwierig, aber es war wichtig, ihm eine weitere Chance zu geben. Er ist erst 23 Jahre alt. Romano ist nicht zu alt, um sich zu verändern."
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Fenati erhielt nach dem unrühmlichen Vorfall von Misano sogar Morddrohungen. Bedon kennt den wunden Punkt seines Fahrers, der aber nicht auf eine Episode reduziert werden soll. "Romano ist ein echt guter Junge. Sein Problem sind nur einige Minuten seines Lebens, er ist zu impulsiv. Wir sprechen mit ihm viel darüber. Nicht nur wir, er sprach auch mit Spezialisten darüber, um das Problem zu lösen. Unser Team hat einen sehr klugen Mentaltrainer – nicht nur für Romano, für uns alle", so der Teammanager.
Bedon weiter: "In diesem Jahr hat sich Romano komplett verändert. Deshalb hatte er 'reboot' [zu Deutsch: Neustart] auf der Lederkombi stehen, um sich selbst und alle anderen daran zu erinnern, dass dies ein kompletter Neustart ist. Er ist eine andere Person, aber das müssen wir auf der Strecke sehen. Man darf nicht vergessen, dass er 2017 einer der korrektesten Fahrer war – er bekam nicht eine Strafe. In dieser Saison ist es wichtig, dass er ruhig bleibt, wenn ein anderer Fahrer ihm Probleme macht."
Romano sei ein großartiges Talent: "Die Moto3 ist nicht seine Klasse, er gehört in die MotoGP. An den Daten können wir sehen, dass er ein sehr, sehr cleverer Fahrer ist. Wir wollen die Moto3-WM gewinnen und ihn in die MotoGP bringen." Beim ersten Rennen der neuen Saison war Fenati sogar etwas zu korrekt. Auf dem Losail International Circuit nahm er als erster Fahrer den Umweg für den "Long Lap-Penalty", allerdings hätte er das nicht tun müssen: Die Rennleitung hatte nur eine Warnung ausgesprochen, weil der 23-Jährige die Streckenbegrenzung überfahren hatte. Trotz der Fleißaufgabe landete der Honda-Pilot in einem engen Moto3-Auftaktrennen auf Rang 9.
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