Neue Moto3-WM ab 2028: In Assen erfolgt die Vorstellung des Einheitsbikes
Die MotoGP bekommt für 2027 ein anderes technisches Reglement, ein Jahr später wird auch in der kleinsten WM-Klasse Moto3 alles neu. SPEEDWEEK.com fasst die wichtigsten Informationen zusammen.
2028, so der Beschluss der Hersteller, der Teamvereinigung IRTA, dem Motorrad-Weltverband FIM sowie Vermarkter und Rechteinhaber MotoGP Sports Entertainment Group (früher Dorna) wird die Moto3 inhaltlich neu aufgesetzt. Statt auf den filigranen Prototypen mit 250-ccm-Viertakt-Einzylindermotoren wird sich der Nachwuchs dann auf deutlich größeren und leistungsstärkeren Einheitsbikes für höhere Aufgaben empfehlen.
Wie SPEEDWEEK.com seit September 2025 mehrfach berichtete,
Die Kosten werden halbiert
Die Kosten für das Rolling-Chassis (Bike ohne Motor) müssen sich gegenüber jetzt halbieren, so die Vorgabe in der Ausschreibung für die neue Einheitsklasse, und dürfen ab 2028 maximal 50.000 Euro pro Bike betragen. Yamaha wird diese Forderung sogar um einige tausend Euro unterbieten.
Aufgrund des langjährigen Konkurrenzkampfs zwischen KTM und Honda um die Moto3-Vorherrschaft gerieten die Kosten immer mehr aus den Fugen. Dieses Jahr kostet ein Rolling-Chassis 100.000 Euro, die Leasinggebühren für die sechs Motoren pro Fahrer pro Jahr bezahlt zu einem Großteil die Dorna.
Nur an den Materialkosten lässt sich schrauben
Ein Team in der Moto3-WM braucht derzeit pro Saison 200.000 Euro für zwei Bikes, hinzu kommen 20.000 Euro für die Beteiligung an den Motoren und Ersatzteilkosten in der Größenordnung 150.000 bis 250.000 Euro. Grob gesagt lässt sich das 1,5-Millionen-Budget dritteln in Kosten für das Personal, Reisen/Logistik sowie Material. Da sich an den Personal- und Logistikkosten kaum etwas sparen lässt, werden die Materialkosten in Angriff genommen.
Präsentiert wird die neue Moto3-Maschine von Yamaha mit Akrapovic-Auspuffanlage im Rahmen der Dutch TT in Assen am letzten Juni-Wochenende. Die Teams wünschen sich, dass es bei gewissen Komponenten wie Räder, Kühler oder Lenker eine freie Wahl der Ausrüster gibt, Stand heute deutet aber nichts daraufhin, dass dem entsprochen wird.
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