Ducati-Ass Fabio Di Giannantonio auf der Jagd nach MotoGP-Leader Bezzecchi
Trotz ungünstiger Vorzeichen und Ducati-Unterlegenheit gegenüber Aprilia, gelang es Fabio Di Giannantonio bei der Dutch TT den Rückstand auf die MotoGP-WM-Leader Bezzecchi und Martin zu verkürzen.
Seit einigen Rennen zeichnet es sich immer deutlicher ab. Fabio Di Giannantonio ist die eigentliche Speerspitze von Ducati. Beim Sprint in Assen liess sich der VR46-Pilot erneut nicht lumpen und verkürzte als Dritter hinter den Trackhouse-Aprilia-Assen Fernandez und Ogura den Rückstand auf die WM-Führenden Marco Bezzecchi und Jorge Martin. Dies, obwohl er sich im Vorfeld der Dutch TT keineswegs sehr optimistisch im Zweikampf der italienischen Hersteller-Giganten zeigte. «Die Aprilias gehen aktuell am besten mit dem Hinterradverschleiss um. Dies auch dank ihrem fantastischen Front-Handling», analysierte Diggia bereits nach den letzten Rennen.
Diesen Nachteil gedachte er selbstkritisch mit einer Verbesserung seiner Startphasen in die Rennen zu verbessern. «Ich brauche oft einige Runden, um meinen Rhythmus zu finden und dann ist der Rückstand auf die Spitze oft schon etwas groß. Heute ist mir der Start aber bestens gelungen und ich konnte sofort Druck machen», zeigte sich Di Giannantonio sichtlich zufrieden mit seinem Sprint-Podest.
Seine Gegnerschaft machte sich Assen selbst und gegenseitig das Leben schwer. Seine Markenkollegen des Werksteam nahmen sich gegenseitig Platz und Sekunden weg. Das Werksteam von Ducati zeigte Sensibilitäten: Marc Marquez überraschte erneut mit ungewohnt nobler Zurückhaltung und Pecco Bagnaia fuhr bei einigen Überholvorgängen zu großen Schlaufen um die Gegner, was sich in einer finalen Zeitstrafe niederschlug.
Junge Römer, tanzen anders als die anderen, sang einst Austria-Ikone Falco in einem seiner Hits. Fabio Di Giannantonio erfüllt diese Aussage über seine Geburtsstadt eindrücklich mit Leben. Als aktueller WM-Dritter hat er nur 22 Punkte Rückstand auf Bezzecchi. «Eigentlich habe ich während des Sprints gedacht, dass ich dieses Rennen sogar gewinnen könnte. Aber dann haben meine Reifen stärker nachgelassen, als ich erwartet habe».
Als wieder bester Ducati-Pilot knabberte «Diggia» vom Vorsprung der Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin und Marco Bezzecchi ab. Auf Platz 2 und Martin fehlen noch 13 Zähler.
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