Honda Pilot Luca Marini vor Indonesien-GP: «Aprilia wird unschlagbar sein»
Werksfahrer Luca Marini, 2025 Fünfter beim Indonesien-GP, fährt im Herbst seiner Karriere bei Honda. Noch sechs Events, dann trennen sich die Wege. Ein Topresultat wie im Vorjahr schließt Marini aus.
Honda-Werksfahrer Luca Marini erlebt in seiner Schlusssaison für den weltgrößten Motorradhersteller weiter wechselhafte Auftritte. Nach einem schwachen Saisonstart ging es bergauf, Marini klopfte mehrfach an den Top-6 an und etablierte sich als bester Honda-Pilot.
Dann ging es wieder zurück und Rossis Halbbruder hatte Mühe, sich in den Top-10 zu halten. In Österreich wurde es nur Rang 14 hinter Wildcard Nakagami und beim letzten Event, Hondas wichtigem Heimrennen in Motegi, kam er nicht über Position 10 hinaus. Immerhin hat Marini als 12. der WM-Tabelle weiter den Status des besten Honda-Fahrers.
Vor einem Jahr zeigte Marini in der Hitze Indonesiens groß auf. Die RC213V mit der Nummer wurde auf Platz 5 abgewunken. Im Austausch mit den Medien hielt sich Marini aber noch zurück mit Kampfansagen – die Konkurrenz lässt mehr nicht zu. Marini: «Letztes Jahr war fantastisch. Es hat alles zusammengepasst, die Kombination von Motorrad und Reifen auf einer Strecke, die ich sehr gerne mag. Aber allein das zu wiederholen, das wird jetzt ziemlich unmöglich sein.»
Der zukünftige KTM-Tech3-Fahrer weiter: «Ich denke, die vier Aprilia werden unschlagbar sein. Dazu kommen Fahrer wie Marc und andere Ducati-Piloten, an die ich auch denke. Sollte es ein Resultat um Platz 7 werden, dann wäre das ein Traumergebnis.»
Marini zu dem geänderten Zeitplan: «Es ist das Resultat einer längeren Debatte. Angestoßen wurde das von den Teams. Ehrlich gesagt, der Wunsch nach einem eigenen Qualifying für den Sprint, den gab es schon, seitdem die Sprintrennen eingeführt wurden. Am Ende geht es darum, die Show zu verbessern, und ich glaube auch für die Fans könnte es so besser werden. Dass wir Fahrer mehr Stress haben werden, mehr Zeitattacken managen müssen, der Herausforderung müssen wir uns annehmen.»
Und zu den geringeren Fahrzeiten und dem Wegfall des Warm-up? Luca Marini in Mandalika: «Es ist noch nicht ganz einfach, das richtig zu verstehen. Vor dem Hintergrund, dass sich 2027 sehr viel bei der Technik ändert und Erfahrungen wichtig sind, könnte das schon ein Nachteil sein. Insbesondere sehe ich es aber als schwierig für die Fans und zwar auf Strecken in Jerez wo die Menschen super früh kommen, weil die möglichst viel Action auf der Strecke sehen wollen.»
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