Marini (Honda) bangt um seine Gesundheit: «So etwas hatte ich noch nie!»
Luca Marini (Honda) muss sich vor dem Australien-GP mit gesundheitlichen Problemen herumschlagen. Weshalb für ihn das MotoGP-Wochenende auf Phillip Island zu den schönsten des Jahres zählt.
Luca Marini muss den Australien-GP im Honda-Werksteam als Einzelkämpfer bestreiten. Nachdem Teamkollege Joan Mir krankheitsbedingt bereits in Österreich, Japan und Indonesien gefehlt hatte, muss der Spanier auch das MotoGP-Wochenende auf Phillip Island auslassen. Und Honda-Testfahrer Aleix Espargaro leidet unter dem chronischen Kompartmentsyndrom (Arm-Pump) – er muss sich deshalb in Barcelona operieren lassen.
Am Donnerstag erschien Luca Marini zum obligatorischen Medientermin. Auch er ist gesundheitlich angeschlagen. «Mir geht es nicht gut. Ich war schon zu Hause krank. Als ich hierher geflogen bin, hatte ich Fieber. Jetzt habe ich zwar kein Fieber mehr, dafür habe ich starke Muskelschmerzen. So etwas hatte ich noch nie in meinem Leben», erzählte der Italiener. «Ich weiß nicht, was los ist. Jetzt fahre ich zum medizinischen Zentrum, um mich kurz untersuchen zu lassen, denn in Italien hatte ich keine Zeit dafür, da es Sonntag war, und dann bin ich direkt hierhergekommen. Ich kann meine körperliche Verfassung im Moment nicht beurteilen. Es ist wirklich seltsam.»
Wenn sich sein Zustand nicht rasch verbessert, muss Marini um seine Grand-Prix-Teilnahme bangen. Dazu kommt, dass die Wettervorhersage für Samstag und Sonntag alles andere als gut aussieht. «Ein typisches Phillip-Island-Wochenende», schmunzelte der Halbbruder von Valentino Rossi. «Es ist verrückt mit dem Wind, es ist ein bisschen kalt und es kann immer etwas Regen geben. Gerade auf dieser Strecke nimmt das ein bisschen die Atmosphäre. Das ist eine wunderschöne Strecke – wenn die Sonne scheint und die Temperaturen angenehm sind, ist es vielleicht die schönste Strecke der Welt. Wenn aber die Bedingungen nicht so sind, ist es wirklich, wirklich hart.»
Luca Marini über Phillip Island: «In manchen Jahren war es vielleicht das schönste Rennen des Jahres»
Der Große Preis von Australien findet das vorerst letzte Mal auf Phillip Island statt. Ab 2027 steigt das Event in Adelaide. «Meiner Meinung nach war Phillip Island immer ein wunderschönes Rennen – für die Show und für die Fans. In manchen Jahren war es vielleicht das schönste Rennen des Jahres», schwärmte Marini. «2017 oder 2018, ich erinnere mich nicht mehr genau, war das Rennen unglaublich, und auch später war es immer schön. Ich hoffe, dass es in Adelaide noch besser wird.»
Für Marini ist das Rennwochenende auf Phillip Island noch aus einem anderen Grund besonders: Wegen der Trophäen, welche die Top-3 jedes Jahr erhalten. «Das Schöne an Phillip Island ist meiner Meinung nach auch immer die Trophäe. Sie ist unglaublich und etwas, von dem ich immer träume, aber leider stand ich hier nie auf dem Podium. Also versuchen wir es dieses Jahr auf nasser Strecke», lächelte der 29-Jährige. «Wenn nicht, hoffe ich, dass es in Adelaide wieder eine fantastische Trophäe geben wird. Sie ist ein Stück Geschichte mit einem einzigartigen Stil, das man nur hier gewinnen kann. Und für die Fahrer ist die Trophäe immer wichtig, zumindest für mich.»
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