Martin mit Schmerzen: Bei jedem anderen Rennen wäre es kein Problem
Jorge Martin (Aprilia) will die gute Form aus den ersten beiden MotoGP-Events auch nach Austin mitnehmen. Er hat aber Bedenken, dass ihm dies gelingt – Schmerzen plagen den «Martinator».
Mit den Rängen 5 und 4 ist Jorge Martin in Thailand gut in die MotoGP-Saison 2026 gestartet. In Brasilien konnte der Aprilia-Werksfahrer mit den Platzierungen 3 und 2 noch eins drauflegen. Der «Martinator» kommt in diesem Jahr mit der RS-GP sehr gut zurecht. An seinem starken Teamkollegen Marco Bezzecchi, der vier Grands-Prix in Folge gewann, ist er mittlerweile nah dran.
«Aprilia hilft mit sehr viel, um auf 100 Prozent zu kommen. Für mich ist es wichtig, die gesamte Saison so weiterzumachen. Wenn ich weiter solche Fortschritte erzielen kann, bin ich mir sicher, dass ich um große Dinge kämpfen kann», meinte Martin am Donnerstag vor dem Rennwochenende in den USA. Sind große Dinge bereits in Austin möglich? «Ehrlich gesagt, verspüre ich seit dem Rennen in Brasilien etwas Schmerzen in meiner linken Hand. Gestern hatte ich sogar auf dem Fahrrad meine Probleme. Ich weiß nicht, wie es mir beim Bremsen ergehen wird», gab der 28-Jährige zu. «Bei einem anderen Rennen würde ich nicht darüber nachdenken, aber Austin ist das anstrengendste Rennen der Saison. Ich denke also, dass ich körperlich Probleme bekommen werde. Ich muss mit meiner Energie gut haushalten, und ich werde nicht mein volles Potenzial abrufen können. Es geht somit mehr darum, das Bike ins Ziel zu bringen. Ich werde mein Bestes geben. Wenn ich dazu in der Lage bin, um den Sieg zu kämpfen, dann werde ich das natürlich tun. Ich denke, es wird ein hartes Wochenende.»
Nach dem US-GP hat Martin, aufgrund der Verschiebung des Katar-GP, vier Wochen Zeit, um sich zu erholen und körperlich einen weiteren Schritt zu machen. Erst Ende April geht es mit dem Spanien-GP in Jerez weiter. Eine willkommene Pause? «Absolut, das wird mir helfen. Ich bin körperlich am Limit und brauche eine Pause – diese habe ich jetzt aber nicht. Ich werde aber mit allem, was ich habe, kämpfen, um ein gutes Wochenende zu haben.»
Herausforderndes Wochenende
An diesem Wochenende gastiert die MotoGP-WM in Austin. Dort konnte Martin in seiner letztjährigen Katastrophensaison verletzungsbedingt nicht antreten. 2024, als der Spanier Weltmeister wurde, erzielte er auf der Ducati die Ränge 3 und 4. In Brasilien hatten die Teams und Fahrer keine Erfahrungen und Daten zur Verfügung, auf die sie zurückgreifen konnten. Der Circuit of the Americas hingegen ist für alle ein bekanntes Terrain. «Jeder wird hier konkurrenzfähig sein. Es ist hier mein erstes Mal mit der Aprilia. Für mich wird es wichtig sein, zu verstehen, ob ich bei meinem Bike Änderungen vornehmen muss oder mit meiner Basis weitermachen kann», grübelte Martin. «Wenn ich meine Basis beibehalten und hier konkurrenzfähig sein kann, dann kann ich überall stark sein. Es wird ein schönes, aber auch herausforderndes Wochenende für mich.»
Was war bei der RS-GP die entscheidende Änderung, weshalb er sich jetzt mit dem Bike so stark fühlt? «Ich denke, dass die Aerodynamik für mich der Schlüssel war. Als ich in Thailand das Comeback hatte, habe ich mich von Beginn an wohlgefühlt. Ich habe auch meinen Fahrstil – etwa auf der Bremse oder beim Herausbeschleunigen – angepasst. Ich habe meine Körperhaltung und die Art und Weise, wie ich bremse, geändert. Deshalb fühle ich mich auf der Aprilia viel besser.»
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