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SpeedwayKolumne

Rebellion der eigenen Fahrer

Die polnische Föderation PZM hat sich mit ihrer Haltung gegen die neuen Schalldämpfer ins Abseits manövriert. Nun rebellieren sogar die eigenen Fahrer.

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Sebastian Ulamek will auch 2011 im Ausland starten
Sebastian Ulamek will auch 2011 im Ausland starten
Foto: Sievers
Sebastian Ulamek will auch 2011 im Ausland starten
© Sievers

Die neuen, leiseren Schalldämpfer sind auch nach der Zwangseinführung durch den Weltverband FIM heftig umstritten. Während ihn zahlreiche Fahrer und Tuner für gefährlich halten, und Fans das fehlende akustische Spektakel anprangern, sehen die Befürworter in den neuen Dämpfern die Rettung des Bahnsports.

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Lediglich die polnische Föderation PZM hat sich von Anfang an bedingungslos hinter ihre Fahrer gestellt und sogar per Verbot den Gebrauch der neuen Dämpfer untersagt.

Doch die PZM hat sich grob verkalkuliert. Als sie sich gegen die FIM stellte, überschätzte die PZM die Macht und den Einfluss der wichtigsten Speedway-Nation. Polen rechnete damit, dass sich die Welt nach ihnen richten werde.

Doch die FIM dachte nicht daran, an der ausnahmslosen Einführung der neuen Dämpfer hielt sie bedingungslos fest – allen Kritikern zum Trotz. Erstmals muss 2011 auch im Speedway-GP und im World Cup damit gefahren werden. Die PZM reagierte sofort und verweigerte ihren Fahrern die Freigabe für einen Start im Ausland, sofern dort mit neuen Dämpfern gefahren wird. Für die ersten WM- und EM-Rennen hat die PZM ihre Startplätze bereits zurückgezogen. Die betroffenen Fahrer sind wenig begeistert.

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Doch völlig egal, wie gut oder schlecht die neuen Dämpfer für den Sport sind, die PZM hat bei ihrem Handeln grundlegende Dinge ausser Acht gelassen. Als Mitglied der Europäischen Union kann sich die PZM nicht über geltendes Arbeitsrecht hinwegsetzen.

Und das ist eindeutig: Den polnischen Fahrern kann nicht von der eigenen Föderation verboten werden, im Ausland Geld zu verdienen.

Standen die polnischen Fahrer anfänglich noch treu zur PZM, merkten sie schnell, dass sie ohne Starts im Ausland weniger Geld verdienen. Zudem müssen die Piloten nun ihren Sponsoren erklären, weshalb sie keine Weltmeisterschaft fahren und weniger TV-Stunden in den europäischen Topligen haben. Es dauerte nicht lange, bis die Fahrer mobil machten und nun fordern, dass sie mit den neuen Endtöpfen fahren dürfen. Dass unter diesen Fahrern auch bislang heftige Kritiker sind, sei am Rande erwähnt.

Der Spott der Fans ist den Umschwenkern gewiss. Massgeblicher ist allerdings die Frage, ob die Dämpfer auf einmal ungefährlich sind. Oder ob sie nie so gefährlich waren, wie propagiert wurde. Oder ob eben doch Geld die Welt regiert und die Fahrer auf ihre Gesundheit pfeifen, um Rechnungen bezahlen zu können.

Folgende Fahrer haben bislang ein Schreiben an die PZM unterzeichnet, in dem sie die neuen Töpfe fordern:

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Dawid Lampart

Adrian Miedzinski

Krzysztof Pecyna

Daniel Jeleniewski

Damian Balinski

Maciej Janowski

Krzysztof Buczkowski

Kamil Brzozowski

Kamil Pulczynski

Emil Pulczynski

Robert Kosciecha

Piotr Protasiewicz

Grzegorz Walasek

Tomasz Chrzanowski

Dawid Stachyra

Rune Holta

Tomasz Gapinski

Tomasz Piszcz

Rafal Okoniewski

Maciej Kuciapa

Norbert Kosciuch

Przemyslaw Pawlicki

Piotr Pawlicki

Karol Zabik

Patryk Dudek

Grzegorz Zengota

Sebastian Ulamek

Kacper Gomolski

Lukasz Sowka

Szymon Wozniak

Mikolaj Curylo

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