WM-Leader David Salvador (Kawasaki): Auf Aragón-Sieg folgte Sturz
Sportbike-Leader David Salvador erlebte bei seinem Heimrennen in Aragon die ganze Bandbreite der Emotionen. Der Kawasaki-Pilot holte seinen ersten Saisonsieg, verbuchte aber auch den ersten Sturz.
David Salvador ist der konstanteste Pilot der neuen Sportbike-WM und stand in fünf von sechs Rennen auf dem Podest – sein schlechtestes Finish war ein vierter Platz im zweiten Lauf in Assen, nur 0,188 sec hinter dem Drittplatzierten. Was ihm fehlte, war ein Sieg.
Den holte der Kawasaki-Pilot im ersten Rennen bei seinem Heimrennen im MotorLand, eingefahren von der Pole-Position. Der 22-Jährige gewann den Start und war im über fünf Runden neu gestarteten Rennen nie schlechter als Zweiter. Auf der Ziellinie setzte sich Salvador denkbar knapp als Sieger durch.
«Ich freue mich sehr über meinen ersten Sieg», sagte Salvador erleichtert. «Von Anfang an hatte ich ein gutes Gefühl auf dem Motorrad und ein hervorragendes Tempo. In den ersten Runden habe ich versucht, mir einen kleinen Vorsprung herauszufahren, aber meine Gegner war besonders auf den Geraden stark. Also habe ich versucht, die Situation bestmöglich zu meistern und die effektivste Strategie zu finden. Ich wusste, an welchen Stellen der Strecke ich den Unterschied machen konnte, und habe versucht, diese optimal zu nutzen. Am Ende hat der Plan funktioniert und ich konnte gewinnen.»
Besonders ein Gegner brachte Salvador zur Verzweiflung – Aprilia-Pilot Matteo Vannucci. «Auf der Gegengeraden ist die Aprilia einfach unglaublich – in jeder Runde holte sie mich an dieser Stelle ein und überholte mich», berichtete der Spanier. «Letztendlich fühle ich mich in den Kurven sehr wohl, also habe ich dort Druck gemacht.»
Mit den 25 Punkten für den Sieg baute Salvador seine WM-Führung auf 22 Punkte aus. Doch Freud und Leid liegen dicht beieinander: Im zweiten wurde der Madrilene von Elia Bartolini vom Motorrad gerammt. Dass der Triumph-Pilot dafür eine Long-Lap absolvieren musste, war für Salvador ein schwacher Trost.
«Die Ergebnisse liegen nicht immer in unserer Hand, aber die Arbeit, der Einsatz und die Vorbereitung schon», sagte Salvador am Sonntag. «Der Sturz kostet uns zwar die Punkte, die wir uns erhofft hatten, aber er ändert nichts an dem, was wir bisher aufgebaut haben. Wir stehen wieder auf, lernen daraus und machen weiter.»
Zumindest konnte Salvador mit 126 Punkten die WM-Führung behaupten. WM-Zweiter ist sein ProDina-Teamkollege Antonio Torres mit 113 Punkten.
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