Di Giannantonio (VR46) fand ein Loch: «Glück, dass ich nicht gestürzt bin»
Statt Platz 3 am Vortag nur Rang 8: Die Ausbeute beim MotoGP-Sonntag war für VR46-Mann Fabio di Giannantonio in Mandalika überschaubar. Doch der war war froh, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein.
Nach dem Qualifying ein Platz in der ersten Startreihe, gefolgt von einem dritten Platz im Sprintrennen am Samstag: In den entscheidenden Sessions des Rennwochenendes auf Lombok war Fabio di Giannantonio mindestens auf Augenhöhe mit Ducati-Speerspitze Marc Marquez. Bis zum Sonntag, denn trotz der Premium-Ausgangslage spielte der VR46-Pilot keine Rolle beim Kampf um die Podiumsplätze.
Schon am Start verlor er zwei Plätze und musste den Rest des Rennens Angriffe der hinter ihm platzierten Konkurrenten abwehren. Aus seiner Enttäuschung machte «Diggia» im Anschluss keinen Hehl: «Ich glaube, dass wir ein gutes Ergebnis hätten einfahren können.» «Hätten», denn mit den vorderen Plätzen hatte der Römer, anders als im Sprint am Vortag, das gesamte Sonntagsrennen über nichts zu tun. Dass er Schwierigkeiten haben würde, um einen Platz unter den besten Drei mitzufahren, hatte der 28-Jährige schon vor dem Rennen erwartet: «Wir wussten, dass die Aprilias schneller sein würden als wir. Deshalb war unser Ziel, einfach so nah wie möglich an ihnen dranzubleiben.»
Diesen Plan machte ein Defekt zunichte: «Nach 10 Runden fing unser Vorderreifen an, sich selbst zu zerstören. Das führte zu üblen Vibrationen an der Front. Ich hatte Glück, dass ich nicht gestürzt bin und das Rennen beenden konnte.» Di Giannantonio wurde zu diesem Zeitpunkt auf dem sechsten Rang geführt. Bis zum Fallen der Zielflagge ging es noch zwei Ränge weiter nach hinten, der ehemalige Moto3-Vizeweltmeister kämpfte mit stumpfen Waffen: «Nach dem Zieleinlauf haben wir festgestellt, dass ich ein Loch im vorderen Reifen hatte.» Angekündigt hatten sich derlei Probleme im Vorfeld nicht, auch in keiner der vorangegangenen Einheiten auf dem Mandalika International Street Circuit: «Es gab keine Vorwarnung. Ich hatte meinen Rhythmus gefunden und wusste, dass das Rennen lang ist. Ich wollte etwas schnellere Rundenzeiten fahren, als in Kurve 10 aus dem Nichts mein Vorderrad blockiert hat. Von diesem Moment an war das Rennen für mich vorbei.»
Dennoch zog Fabio di Giannantonio ein positives Fazit des Rennwochenendes in Indonesien: «Abgesehen von dem Reifenproblem waren wir stark. Darauf müssen wir stolz sein, denn ich glaube, dass es eines unserer besten Wochenenden in diesem Jahr war. Der Platz in der ersten Startreihe hat uns am Samstag einen Platz auf dem Podium eingebracht.»
Fabio Di Giannantonio verlässt Mandalika weiterhin als Sechster der WM. Vor dem nächsten Rennwochenende auf Phillip Island hat er mit 237 Punkten 9 Zähler Rückstand auf Ai Ogura und hat 19 mehr auf dem Konto als Teamkollege Franco Morbidelli.
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