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Cremona, FP2: Lecuona-Bestzeit bei Sturzorgie – auch Bulega erwischte es
Im Qualifying der Supersport-WM 2026 in Cremona überraschte Kawasaki-Pilot Jeremy Alcoba mit der Pole-Position in Rekordzeit. Dominique Aegerter (Kawasaki) auf Startplatz.
Im freien Training hatte überraschend Filippo Farioli (Yamaha) in 1:31,837 min die schnellste Zeit auf dem Cremona Circuit in der Supersport-Kategorie gefahren. Lokalmatador Federico Caricasulo (ZX Moto) wurde Zweiter und Jeremy Alcoba (Kawasaki) Dritter. WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) begnügte sich mit Platz 11. Die deutschsprachigen Teilnehmer Philipp Öttl (Ducati), Dominique Aegerter (Kawasaki) und Andreas Kofler (Yamaha) erreichten die Positionen 13, 21 und 28.
Wie schon am Vormittag fand auch die Superpole bei schönstem Spätsommerwetter statt. Weil die mittlere Kategorie nur ein freies Training hat, nutzten die Piloten die meiste Zeit der 40-minütigen Session für die Abstimmung der Motorräder. Das Qualifying wurde um 16 Uhr bei warmen 27 Grad Celsius gestartet.
Nach zehn Minuten fuhr Matteo Ferrari (Ducati) in 1:31,835 min die erste ansprechende Rundenzeit. Das war aber noch 0,4 sec langsamer als der Pole-Rekord von Adrian Huertas (Ducati) aus 2024 in 1:31,478 min.
Augenblicke später schien der Rekord ausradiert: Kawasaki-Pilot Jeremy Alcoba gelang in 1:31,446 min eine beeindruckende Runde. Weil der Spanier aber in der Zielkurve das Track-Limit überfuhr, wurde ihm die Zeit gestrichen.
Kurz vor Halbzeit übernahm Valentin Debise in 1:31,823 min die Führung. Mehrere Teilnehmer legten zu diesem Zeitpunkt aber einen Zwischenspurt ein, um sich eine schnelle Zeit notieren zu lassen. Mit einem Sturz in Kurve 11 vermasselte Lucas Mahias (Yamaha) seinen Kollegen aber dieses Vorhaben – wegen gelber Flaggen wurden Runden gestrichen. Übrig blieb eine identische 1:31,764 min von Debise (ZX Moto) und Jaume Masià (Ducati).
Unscheinbar, aber durchaus schnell, Domi Aegerter: Als 13. büßte der Schweizer lediglich 0,5 sec auf die Bestzeit ein. Selbst bei Öttl auf Platz 20 waren es nur 0,7 sec!
An der Spitze spulte Masia weitere schnelle Runden ab und steigerte sich minimal auf eine 1:31,751 min. Nun mischte sich auch Arenas ein und fuhr die drittschnellste Zeit. Bei noch zehn Minuten lagen die Top-5 innerhalb nur 0,086 sec! Die meisten Piloten steuerten die Boxengasse an, um sich für den letzten Versuch einen neuen Reifen montieren zu lassen.
Den Anfang machte Can Öncü, der sich die vorläufige Pole sicherte, dann brannte aber Masia in 1:31,316 min eine Rekordrunde in den Asphalt! An dieser Zeit bissen sich die Supersport-Asse die Zähne aus, zumal ein Sturz von Raffaele De Rosa (QJ Motor) in der Schlussphase für gelbe Flaggen sorgte.
Das kleine Zeitfenster, in dem eine freie Runde möglich war, nutzten Alcoba für eine fantastische Runde: In 1:31,259 min holte der 23-Jährige die erste Kawasaki-Pole-Position in diesem Jahr. Die erste Startreihe komplettieren die Yamaha-Piloten Arenas und Farioli. Die beste Ducati stellte Masia auf Startplatz 4.
Eine gute Superpole fuhr Ondrej Vostatek mit der besten Triumph als Siebter. Für ZX-Moto-Star Debise geht das Samstagsrennen von Position 8 in Reihe 3 los.
Weitere Positionen: Corentin Perolari (21./Honda), Raffaele De Rosa (22./QJ Motor), Andrea Giombini (29./MV Agusta).
Cremona könnte das bisher beste Supersport-Wochenende von Dominique Aegerter mit Kawasaki werden. Der 35-Jährige büßte als Zwölfter lediglich 0,593 sec auf seinen Teamkollegen ein. Selbst Philipp Öttl (Ducati) als 17. liegt nur 0,9 sec hinter der Bestzeit. Andreas Kofler qualifizierte sich als Letzter.
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