Erstes Supersport-Podest für Dänemark seit 17 Jahren
Auf der Rundstrecke ist Dänemark ein unbeschriebenes Blatt. Simon Jespersen bescherrte seinen Landsleuten im zweiten Lauf der Supersport-WM 2025 auf dem Balatan Park Circuit ein überraschendes Podium.
Seit Robbin Harms, der zwischen 2005 und 2011 insgesamt 75 Rennen fuhr und vier Podestplätze erreicht hatte, gab es in der seriennahen Weltmeisterschaft keinen starken Dänen. Doch mit Simon Jespersen gibt es endlich einen Nachfolger. Der 24-Jährige stammt wie Harms aus Kopenhagen und erreichte beim Meeting der Supersport-WM 2025 auf dem Balaton Park Circuit im zweiten Lauf Platz 2.
Jespersen bestreitet in diesem Jahr mit Althea Ducati seine erste volle Saison in der Supersport-Kategorie. Zuvor fuhr er jedoch 24 Rennen als Vertreter oder als Wildcard-Pilot mit Yamaha, Kawasaki und Ducati am Start. Das Talent des 24-Jährigen wurde bereits an seinem Debüt in Navarra 2021 offenkundig, als er für Kallio Yamaha mit Platz 4 im FP1 überzeugte und in den Rennen mit den Plätzen 9 und 8 begeisterte – zeitweise führte er sogar!
Es dauerte jedoch bis zu seinem 40. Rennen in der Supersport-Kategorie, bis es Jespersen auf das Podest schaffte. "Mir geht es super! Das Podium kam etwas überraschend", rang der Ducati-Pilot im Parc fermé nach Worten. "Im Samstagsrennen war die Pace langsamer. Zu Beginn wartete ich also ab, wer mich überholen würde. Zuerst kam Can und danach Stefano. Ich entschied mich, hinter Stefano zu bleiben, weil er im ersten Lauf eine bessere Pace hatte. Ihm zu folgen war am Ende sogar etwas einfacher, als ich es erwartet hatte. Später, als der Hinterreifen nachließ, habe ich mich darauf konzentriert, den zweiten Platz nach Hause zu bringen."
Jespersen weiter: "Es fühlte sich für mich wie ein Déjà-vu aus Navarra 2021 an, wo ich ebenfalls als Siebter gestartet war. Ich wusste, dass ich in den ersten beiden Kurven die Chance hatte, nach vorn zu kommen und die Führung zu übernehmen. Zum Glück gingen die Fahrer weit, und ich konnte meinen Platz so lange wie möglich halten. Natürlich habe ich von diesem Moment geträumt. Wir haben die ganze Saison gekämpft und das Motorrad kennengelernt, aber jetzt sind wir endlich angekommen. Mein Land auf das Podium zu bringen, ist ein unglaubliches Gefühl. Ich hoffe, viele Dänen freuen sich darüber."
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