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Paukenschlag: Sofuoglu entfernt Can Öncü von Kawasaki

Am herausragenden Talent von Can Öncü hat Manager Kenan Sofuoglu keine Zweifel. Doch er ist zum Schluss gekommen, dass das Supersport-WM-Team Puccetti Kawasaki nicht mehr das richtige Umfeld für den Youngster ist.

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In der Sommerpause 2022 hatte Kenan Sofuoglu die Nase gestrichen voll und erteilte seinem Schützling Can Öncü eine Lektion. Er ließ den damals 18-Jährigen auf der Baustelle schuften, um ihm einzubläuen, dass er als Profirennfahrer ein privilegiertes Leben genießt. Und um ihm klarzumachen, dass er dafür etwas tun muss. "Er muss verstehen, wie schwierig es ist, im Leben Geld zu verdienen", sagte der fünffache Supersport-Champion Sofuoglu damals.

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Öncü riss sich zusammen, fuhr eine starke zweite Saisonhälfte und wurde WM-Dritter. 2023 startete er gut in die Saison und eroberte in Indonesien seinen ersten Sieg in der Supersport-Klasse. Nach den ersten fünf Rennen lag er auf dem vierten WM-Rang, als er im zweiten Lauf in Assen in der ersten Kurve von Yari Montella abgeschossen wurde und anschließend monatelang ausfiel. Neben mehreren Brüchen im linken Arm erlitt er eine Nervenlähmung, die durch eine Transplantation im November 2023 behoben werden konnte.

Von außen betrachtet ist Can Öncü nicht mehr der Alte, bis zur Saisonmitte hat er nur vier Top-10-Ergebnisse vorzuweisen und kam nie über Platz 8 hinaus. In der WM-Wertung ist er enttäuschender 14.

Liegt es an der Gesundheit? Am Material?

"Can ist verloren, definitiv", sagte Sofuoglu im Vier-Augen-Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Das hat nichts mit dem Motorrad zu tun, das ist gut. Es ist vielleicht nicht das beste Bike in der Meisterschaft, aber es gehört nicht auf die Ränge 13, 14 oder 15. Ich kenne dieses Motorrad sehr genau. Nächstes Jahr kommt eine neue Kawasaki, die 636. Alle warten darauf, sie wird sehr konkurrenzfähig."

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Can Öncü und Teamchef Manuel Puccetti würden auch 2025 gerne zusammen weitermachen, doch Sofuoglu hat andere Pläne. "Ich sehe nicht, dass er in diesem Team nächstes Jahr erfolgreich sein kann", betonte der 39-Jährige. "Wir haben einen Fünf-Jahres-Vertrag und keine Ergebnisse. Ich habe mit Can und Manuel geredet und beiden erklärt, dass ich nicht will, dass sie zusammen weitermachen. Ich stehe beiden sehr nahe und sagte, dass es vorbei ist, wenn Can in Donington oder Most kein Podestplatz gelingt. Dann setze ich Can nächstes Jahr auf ein anderes Motorrad, diese Entscheidung steht."

Mit den Rängen 15 und 12 in England sowie 11 und 10 in Tschechien war Öncü vom Podium weit entfernt.

Sofuoglu ist der Überzeugung, dass Öncü einen Tapetenwechsel braucht. "Can muss für nächstes Jahr alles ändern, ich habe volles Vertrauen in sein Talent. Er wird Supersport-Weltmeister – aber nicht in seinem jetzigen Team. Nach so vielen Jahren in diesem Team hat er eine so gute Beziehung zu Manuel und seiner Crew, dass sie sich daran gewöhnt haben, hinten zu fahren. So kann es nicht weitergehen. Ich investiere so viel Zeit in meine Fahrer mit dem ganzen Training, dass ich es nicht ertrage, wenn dann solche Ergebnisse herauskommen. Cans Talent hat sich versteckt, wir müssen es wiederfinden."

"Ich habe Manuel in Most gesagt, dass es vorbei ist", hielt Kenan fest. "Ich weiß, dass das neue Motorrad kommt, das ist nicht das Problem. Can braucht eine neue Box, bei Puccetti ist es zu freundlich, alle sind zu nett, sie verbringen zu viel Zeit miteinander."

Und wo willst du Can im nächsten Jahr unterbringen? "Nicht bei einem Ducati-Team", unterstrich Sofuoglu. "Ich habe einen sehr guten Plan für ihn."

Can Öncü zeigte im Sport schon früh sein herausragendes Talent. 2018 gewann er den Red Bull Rookies Cup, trat am Saisonende mit Wildcard beim Valencia-GP in der Moto3-WM an und wurde mit 15 Jahren und 115 Tagen der jüngste Sieger. Für die folgende Saison wurde er im KTM-Werksteam von Aki Ajo untergebracht, blieb mit mageren acht Punkten und Gesamtrang 31 aber weit hinter den Erwartungen.

Sofuoglu transferierte Can für 2020 in die Supersport-WM, wo er seither für das Kawasaki-Team von Manuel Puccetti fährt. Der am 26. Juli 21-Jährige hat in 88 Rennen einmal gewonnen und 14 Podestplätze errungen.

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