Trotz größtem Karriereerfolg: Oliver Bayliss denkt über WM-Rückzug nach
Mit drei Podestplätzen zeigt Oli Bayliss seine mit Abstand beste Saison in der Supersport-WM, in Estoril hat er fast gewonnen. Für 2027 will der Australier einen anderen Karriereweg einschlagen.
Anfang August berichtete SPEEDWEEK.com von Oli Bayliss’ Plänen, für 2027 in die Britische Superbike-Meisterschaft zu wechseln – und es über diesen Umweg in die Superbike-WM zu schaffen! Dieses Unterfangen ging in seiner Familie schon einmal gut: Vater Troy wurde nach seinem Titelgewinn in der BSB 1999 von Ducati im Folgejahr als Ersatz für den verletzten Carl Fogarty aufgeboten, womit seine beeindruckende internationale Laufbahn begann, in der er drei WM-Titel und 52 Superbike-Laufsiege einfuhr und sogar einmal als Wildcard-Fahrer (!) in der MotoGP triumphierte.
Sohn Oli, geboren am 20. September 2003 in Monaco und seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten, wuchs mit dem Rennsport auf und kam 2022 in die Supersport-WM. Nach drei Saisons mit Ducati-Teams wechselte er 2025 zu Triumph und eroberte in diesem Jahr als Dritter auf Phillip Island sowie in Brüx (Most) seine ersten Podestplätze. Im Samstag-Rennen in Estoril
Bayliss: Für 2027 soll ein Ducati-Superbike her
Über nächstes Jahr sagte Oli gegenüber SPEEDWEEK.com: «Mein Idealszenario ist, dass ich ein großes Motorrad fahre. 2021 fuhr ich erstmals mit einem Superbike, das habe ich immer genossen und es passt zu meiner Größe, meinem Gewicht und Stil.»
Vater Troy hat in den vergangenen Jahren zwar im Hintergrund einige Strippen gezogen, sich im Tagesgeschäft aber weitgehend herausgehalten. Jetzt sind seine Beziehungen wieder gefragt: Oli soll 2027 in der BSB eine Ducati pilotieren – in welchem Team, steht noch nicht fest.
«Mein Ziel ist, es in die Superbike-WM zu schaffen», unterstrich Bayliss junior. «Solange ich es dorthin schaffe, ist es mir egal, wie ich dorthin komme. Ich fahre meine fünfte Saison Supersport-WM und in den letzten paar Rennen sind mir endlich gute Resultate gelungen. Ich hatte besonders in den ersten Jahren viele Verletzungen; der Punkt ist aber, dass ich zu einem Supersport-Motorrad werde, wenn ich noch länger in dieser Klasse fahre.»
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