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Vor 20 Jahren begeisterte Dani Pedrosa beim letzten Saisonstart in Europa

Ein dramatischer MotoGP-Saisonauftakt fand vor genau 20 Jahren in Jerez statt. Im Mittelpunkt stand damals ein junger Spanier namens Dani Pedrosa. Ein Rückblick auf einen denkwürdigen Grand Prix.

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Vor 20 Jahren startete die MotoGP-WM in ihre letzte Saison mit dem ersten Viertakt-Reglement. Von 2002 bis 2006 fuhr die erste Generation der MotoGP-Raketen mit 1000-ccm-Motoren. Da die Top-Speed-Werte durch die Decke gingen, stand schon zu Beginn der Saison fest, dass man letztmalig mit dieser Hubraumgröße fahren würde. Als Weltmeister startete Valentino Rossi (Yamaha) in die Saison, als Titelkonkurrenten wurden die üblichen Namen wie Marco Melandri, Max Biaggi (beide Honda) und Loris Capirossi (Ducati) genannt. Sete Gibernau haderte mit dem Wechsel von Honda zu Ducati und Dani Pedrosa nahm seine erste MotoGP-Saison in Angriff. Interessant ist auch: Damals fuhren ebenfalls fünf Hersteller mit: Yamaha, Kawasaki, Honda, Suzuki und Ducati.

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Jerez 2006: Das letzte Mal startete die MotoGP in Europa

Der Saisonstart fand am 26. März 2006 letztmalig in Jerez statt. Casey Stoner erinnerte sich zurück: «Ich denke, dieser Saisonstart in Europa war etwas Besonderes. Es war eine unglaubliche Atmosphäre. Die Fans hatten Kettensägen, ausgebaute Auspuffe, so ein Zeug eben. Das war immer ein besonderes Gefühl.»

Schon das Qualifying – damals noch nicht in Q1 und Q2 unterteilt – sorgte für eine Überraschung. Yamaha-Star Valentino Rossi qualifizierte sich nur für die dritte Reihe, ganz vorne fuhr Loris Capirossi auf der Ducati Desmosedici GP6 die Bestzeit in 1:39,064 min. Die aktuelle Generation an Bikes ist also gute drei Sekunden schneller als damals, die heutigen Moto2-Piloten hätten sich in das Top-10-Feld der 2006er-MotoGP qualifiziert. Neben Capirossi startete Teamkollege Sete Gibernau und ließ die spanischen Fans auf einen Überraschungssieg ihres etablierten Piloten hoffen. Shinya Nakano (Kawasaki) komplettierte die erste Reihe, Klassenneuling Dani Pedrosa startete von Position 5 im Sandwich zwischen Nicky Hayden und Toni Elias (beide Honda).

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Sonntag. Die Strecke war trocken, die Zuschauerränge voll besetzt, bestes Frühlingswetter, ein Traumstart in die Saison. Für einen galt dies nicht. Valentino Rossi wollte wenigstens um das Podium kämpfen und legte einen guten Start hin, überholte bis zum Anbremspunkt der ersten Kurve einige Konkurrenten – und fand sich Sekunden später im Kiesbett wieder. Der Grund: Toni Elias verbremste sich und fuhr dem Italiener ins Hinterrad. Während der Gresini-Pilot weiterfahren konnte, war das Rennen für Rossi quasi gelaufen. Er stellte seine kaum beschädigte Yamaha M1 zwar wieder auf und fuhr einsame 27 Runden, in denen er immerhin einige Hinterbänkler hinter sich lassen konnte und zwei WM-Punkte sicherte. Auch ohne Sturz hatte Rossi an diesem Tag nicht den Speed für die Top-3.

Lehrstunde für Pedrosa durch MotoGP-Routinier Capirossi

Loris Capirossi behauptete seine Führung vom Start weg und profitierte in den ersten Runden durch einen Kampf zwischen Melandri, Hayden und Pedrosa. Als sich das Feld sortiert hatte, nahm sich der spanische Rookie der Verfolgerrolle an, es gelang ihm die Lücke zu Capirossi zu schließen und klebte in der zweiten Rennhälfte teilweise am Hinterrad der Ducati. Doch zum Schluss gewann die Erfahrung gegenüber dem MotoGP-Neuling. «Ich klebte förmlich am Hinterrad von Capirossi und versuchte mein erstes Rennen gleich zu gewinnen, doch er war zu schnell. Gegen Rennende konnte ich nicht mehr das mit dem Motorrad machen, was ich wollte. Also sicherte ich P2 ab», erklärte Pedrosa in einem Rückblick auf das Rennen, in dem er seine Reifen zu stark beanspruchte. Unglaublich genug, dass er 18 Jahre später, fünf Jahre nach seinem Karriereende als Wildcard-Pilot mit der KTM auf den dritten Platz im MotoGP-Sprint sauste.

Das Podium von Jerez komplettierte 2006 Nicky Hayden, der in den letzten Runden ebenfalls in Bedrängnis kam und fasst von Rossi-Rempler Toni Elias eingeholt worden wäre. Auf Rang 5 folgte Marco Melandri, gefolgt von einem weiteren MotoGP-Rookie namens Casey Stoner. Seit 2007 fand der Saisonauftakt nicht mehr in Europa statt, bis 2021 startete man in Doha, seit 2022 in Thailand und Indonesien.

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