Hans-Joachim Stuck zu F1-Weltmeister Kimi Antonelli: «Eine coole Socke!»
Ex-Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck sprach bei «Sport und Talk aus dem Hangar-7» auf ServusTV über den neuen Formel-1-Weltmeister Kimi Antonelli und wagte einen Ausblick ins Jahr 2027.
Die Formel 1 hat mit dem Grand Prix von Mexiko Geschichte geschrieben. Mit dem Italiener Kimi Antonelli hat sich der bisher jüngste Pilot in der Geschichte der Rennserie zum Weltmeister gekrönt. Der junge Mann aus Bologna fuhr staubtrocken Rang 3 ins Ziel und holte sich damit den Titel. Mit nur 20 Jahren ist er der jüngste F1-Weltmeister aller Zeiten. Bei «Sport und Talk aus dem Hangar-7» auf ServusTV wurde der Erfolgslauf des Mercedes-Youngsters von Mathias Lauda, Hans-Joachim Stuck und Gerhard Kuntschik analysiert.
Stuck über F1-Weltmeister Antonelli
Ex-F1-Pilot Stuck (75 Jahre, 74 GPs) zeigt sich beeindruckt vom Mercedes-Wunder-Junior: «99 Prozent sind zu langsam – 101 ist zu schnell. Kimi schafft es, unheimlich lange konzentriert auf einem sehr hohen Level zu fahren. Er ist auch anständig erzogen, so wie wir auch.»
Zum Italien-Grand-Prix, bei dem Antonelli von hinten im Feld (Motorenstrafe) zum Sieg fuhr, sagt der Bayer: «Monza war der Hammer, da kann man aber auch gut überholen – aber das muss man erst mal so fahren. Heim-Grand-Prix ist natürlich Wahnsinn, wenn man das so umsetzen kann.»
Antonelli? Eine coole Socke!
Stuck: «Es ist wichtig, dass er einen Chef wie Toto Wolff hat, der ihn leitet. Es ist auch wichtig, die richtige Betreuung zu haben.» Die Offenheit des neuen Weltmeisters war im Hangar-7 auch ein Thema. Stuck unterstreicht dazu mit einem Lachen: «Auch das ist nicht alltäglich. Das ist eine Gabe, die er von seinen Eltern hat – und das bleibt auch so. Der ist einfach eine coole Socke!»
Die Position von Antonelli-Teamkollegen George Russell, der als Favorit in die Saison ging, aber in Mexiko offiziell die Titelchance verlor, schildert Stuck so: «Ich habe das auch erlebt, wenn ich mal gut war und ein junger Fahrer kam dazu. Dann beginnst du nachzudecken. Damals kam bei mir Frank Biela bei Audi. Das musst du als erfahrener Fahrer aushalten.»
Fakt ist: Das nächste Jahr kann spannend werden – Stuck sieht vor allem Fights zwischen Kimi Antonelli und Max Verstappen: «Man sieht, was für ein Kämpfer Max ist. Ich bin gespannt auf nächstes Jahr, wenn das Auto vielleicht noch etwas besser sein wird. Da wird es spannende Kämpfe geben.»
Zur Causa Ferrari, die in Mexiko erneut teaminternen Twist hatten, sagt Stuck: «Ferrari ist ein spezielles Team, auf das man immer achtet. Das ist das Vorzeige-Team der Italiener.» Zum internen Management grübelt Stuck: «Ob der Vasseur unbedingt der richtige ist für Ferrari, weiß man auch nicht.»
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