Erzgebirge: Kreim verpasst frühen Titelgewinn knapp

Von Toni Hoffmann
DRM
Fabian Kreim bei seinem Sieg im Erzgebirge

Fabian Kreim bei seinem Sieg im Erzgebirge

Trotz nasser Pisten und Aquaplaning: Fabian Kreim/Tobias Braun triumphieren beim vorletzten Saisonlauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft, beim DRM-Finale reicht ein neunter Platz zum dritten Titelgewinn für Kreim.

Das Skoda Auto Deutschland Duo Fabian Kreim/Tobias Braun (D/D) ist bei der 56. ADMV Rallye Erzgebirge zum dritten Saisonsieg in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) ,geschwommen‘. Bei sehr anspruchsvollen Bedingungen auf nassen und schlammigen Pisten entscheidet das Erfolgsteam den bis ins Ziel spannenden Zweikampf mit den Titelkonkurrenten Hermann Gassner Jr. /Ursula Mayrhofer (D/A) mit 6,8 Sekunden Vorsprung für sich. Nach diesem Triumph reicht Kreim beim großen Saisonfinale der DRM bei der 3-Städte-Rallye (18./19. Oktober) nun bereits ein neunter Platz zum dritten Titelgewinn im nationalen Championat nach 2016 und 2017.

«So schwierige Bedingungen habe ich selten erlebt, es war wegen dem Aquaplaning auf den Pisten eine echte Gratwanderung. Umso mehr freue ich mich, dass wir im Erzgebirge bei meinem ersten Auftritt im Fabia R5 gewonnen haben. Natürlich hätten wir den Titel gern hier schon perfekt gemacht, aber Hermann Gassner war dafür am Samstag als Konkurrent zu stark. Jetzt müssen wir halt bei der 3-Städte-Rallye die letzten noch fehlenden Punkte holen», kommentiert Kreim.

Nach nunmehr drei Siegen und einem zweiten Platz im bisherigen Saisonverlauf der DRM führt Kreim (107 Punkte) die Meisterschaftstabelle mit 28 Zählern Vorsprung auf Hermann Gassner Jr. (79) an. Damit muss der Skoda Auto Deutschland Pilot Kreim beim finalen DRM-Lauf der Saison 2019 in Bayern nur noch zwei Zähler holen, um sich erneut den Titel zu sichern – Platz neun würde also schon reichen.

Wie im gesamten Saisonverlauf liefern der ehemalige deutsche Rallye-Meister Gassner Jr. und seine Co-Pilotin Ursula Mayrhofer dem Skoda Duo Kreim/Braun auch bei der Rallye Erzgebirge einen tollen Kampf. Am Freitagabend bestimmen in den ersten beiden Prüfungen im Umfeld des Serviceparks in Stollberg jedoch zunächst die Markenkollegen Julius Tannert/Helmar Hinneberg (D/D) in ihrem Skoda Fabia R5 evo die Pace. Erst in der letzten Prüfung des Tages in der Dunkelheit ziehen Kreim/Braun mit einer tollen Bestzeit vorbei und gehen als Spitzenreiter ins Bett.

Am Samstag baut das Skoda Auto Deutschland Duo bis zum Mittag kontinuierlich seine Führung auf die nun zweitplatzierten Erzrivalen Gassner/Mayrhofer auf fast eine halbe Minute aus. Doch dann beschädigt sich Kreim, der es als Erster auf der Piste in jeder Prüfung wegen der tiefen Pfützen besonders schwer hat, eine Felge. Der Vorsprung schmilzt zusammen. In der Power Stage – der sehr selektiven Wertungsprüfung ,Oberdorf‘ mit Schotterpassagen und engen Ortsdurchfahrten – ist Gassner Jr. 1,2 Sekunden schneller als Kreim, damit sichert sich der Hyundai-Pilot die maximalen fünf Extrapunkte und sorgt damit für eine Vertagung der Titelentscheidung.

Kreim fährt auf der leicht verkürzten ,Königsprüfung‘ Schlema anschließend seinen Sieg im Fabia R5 nach knapp 130 Wertungskilometern trotzdem nervenstark nach Hause. Auf den Plätzen drei und vier landen mit den sächsischen Lokalmatadoren Julius Tannert (D) und Philip Geipel (D) zwei weitere Skoda Piloten.

«Diese Rallye war an Spannung kaum zu überbieten – wegen des starken Duells an der Spitze aber auch wegen der extrem schwierigen Pistenbedingungen. Unser Duo Fabian Kreim und Tobias Braun hat kühlen Kopf behalten und einen wichtigen Sieg eingefahren. Jetzt müssen wir eben bei der 3-Städte-Rallye ‚den Sack zumachen‘ und so den verdienten Lohn für eine tolle Saison einfahren», sagt Andreas Leue, bei Skoda Auto Deutschland verantwortlich für Motorsport und Tradition.

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