Jasper Iwema: 45 Stunden Verspätung, viele Stürze

Von Jan Sievers
Eisspeedway-GP
Jasper Iwema in Astana

Jasper Iwema in Astana

Viel Lehrgeld musste Jasper Iwema bei seinem ersten Eisspeedway-GP in Kasachstan bezahlen. Der Rookie machte eine gute Figur auf dem Eis, entwickelte sich jedoch zum Crash-König.

In doppelter Hinsicht war GP-Newcomer Jasper Iwema in Kasachstan nicht zu beneiden. Die 6000-km-Anreise aus den Niederlanden musste er mit dem Auto bewältigen. Er hatte zwar zwei Mechaniker dabei, doch beide sind erst 17 Jahre alt und haben keinen Führerschein. «Ich bin die gesamte Strecke alleine gefahren», erzählte Iwema SPEEDWEEK.com. «Es sind beides gute Jungs, die noch in der Schule sind und bei mir ein Praktikum machen, jedoch dürfen sie kein Auto fahren.»

Dementsprechend gezeichnet sah der 28-Jährige in Astana aus, nachdem er wie manch anderer wegen Problemen an der russischen Grenze noch länger im Auto saß.

«Am Sonntag im ersten Heat war ich gut drauf, doch dann ist die Zündkerze rausgegangen und ich hatte keine Motorbremse mehr. Ich hatte mich in die Kurve reingelegt und bin vorne weggerutscht, da der Motor nicht mehr bremste. Im zweiten Lauf bin ich nicht gestartet, weil wir das Motorrad richten mussten. Im dritten war ich dann wieder dabei, im vierten dann wieder gestürzt. Und im fünften wieder nicht gestartet. Es war ein Scheiß Tag. Ich bin überhaupt nicht zufrieden.»

Am ersten Tag in Astana konnte er immerhin noch zwei Punkte holen, am Sonntag nur einen Lauf zu Ende fahren und keine Punkte schreiben.

Iwema: «Das ganze Wochenende ist nicht gut gelaufen, aber ich habe schon viel gelernt. Ich denke, in Togliatti sollte es besser gehen. Der Trip war länger als geplant. Wenn du so viele Kilometer reist, dann gehören Probleme dazu. Aber es ist Scheiße, wenn das in der Woche vor dem ersten GP passiert und du 45 Stunden später dort bist, als du dir ausgemalt hast.»

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