Luca Grünwald: Beim IDM-Poker daneben gegriffen

Von Esther Babel
IDM Superbike

Mit der Suzuki GSX R 1000 vom Team Suzuki Mayer war Grünwald erstmals in Oschersleben unterwegs. Es lief nicht ganz so gut wie noch bei den letzten Rennen, vor allem in Lauf 2 greift Grünwald daneben.

Die IDM machte nach zweijähriger Abstinenz wieder einmal in der Motorsportarena Oschersleben Station. Mit dem sechsten von sieben IDM-Events war die Serie damit bereits auf der Zielgeraden der Saison 2017 angekommen. «Ich bin zuletzt im Jahr 2013 ein Rennen in Oschersleben gefahren», erinnert sich Grünwald zurück. «Es hatte leider nicht mehr mit einem Test in dieser Saison geklappt. Doch ich wusste gleich wieder, wo es lang geht. Die Strecke hat mir immer gut gefallen. Es ist ein enger Kurs mit wenigen schnellen Kurven. Mehr solche von der Sorte, die man im zweiten oder dritten Gang nehmen muss. So hat eben jede Strecke ihre Eigenarten, auf die wir uns einstellen müssen. Doch unser Set-up haben wir inzwischen soweit im Griff.»

Ganz so einfach lief es für Grünwald und seinen Teamchef Thomas Mayer im Training dann nicht. «Der Kurs ist wirklich sehr eng», stellte der Suzuki-Pilot nach dem Qualifying und der 14. Trainingszeit fest. «Mir fehlt es noch ein wenig an der Handlichkeit in den Ecken.»

Beim Start ins erste Rennen am Samstagnachmittag bot Grünwald wieder all seine Erfahrung auf und kam blitzschnell von seiner Startposition weg, die ersten Konkurrenten waren schon nach den ersten Meter fällig und als Achter beendete er die erste Runde. Zum Ausruhen blieb aber keine Zeit, denn in der Verfolgergruppe wurde um jeden Millimeter gefightet. Als Quartett mit nur wenigen Zentimetern Abstand zwischen den Superbikes rauschte man über die Ziellinie, für Grünwald blieb als bester Suzuki-Pilot Platz 9.

«Im zweiten Rennen haben wir dann gepokert», schildert Grünwald, «und sind ein Risiko bei der Wahl des Reifens eingegangen. Etwas weicher als die Konkurrenz. Den Speed hatte ich wie im ersten Lauf und kam auch gut vom Start weg. Doch etwa zur Halbzeit wurde mir klar, dass es arg eng werden würde, das bis zum Ende durchzuhalten.» Vor allem in der Schlussphase musste Grünwald noch Federnlassen und sich im Ziel mit Platz 13 begnügen. «Am Ende hatte ich extrem zu kämpfen», so Grünwald. «Ein paar Runden konnte ich die Jungs noch hinter mir halten. Aber dann kam der Erste vorbei und ich hatte noch einen Riesenrutscher. Tja, das kommt vor. Wir haben gepokert und nicht gewonnen.»

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