Stefan Ströhlein: Alleine unter zehn Ex-Cuppies

Von Esther Babel
IDM Supersport 600
Stefan Ströhlein

Stefan Ströhlein

In der IDM Superstock 600 startet mit Ströhlein der ehemalige Suzuki-Cup-Sieger. Er hatte gut zu tun, seine Yamaha beim Saisonauftakt in Oschersleben in den Griff zu kriegen. Auch zwei Stürze stehen auf dem Konto.

In der neuen IDM Superstock 600, ein DMSB-Cup, wagt sich mit Stefan Ströhlein ein einziger Pilot ins Rennen, der im Vorjahr nicht im Yamaha-R6-Dunlop-Cup unterwegs war. Zehn ehemalige Cup-Fahrer hatten nach dem Ende der Yamaha-Nachwuchsschule das Angebot, im Rahmen der IDM Supersport 600 in abgespeckter Technik-Version dabei zu sein, angenommen.

Stefan Ströhlein stieß als Sieger des Suzuki-Cups 2016 dazu. Zwei vierte Plätze brachte er am Ende vom IDM-Auftakt in Oschersleben mit nach Hause. «Das war brutal anstrengend und es ist echt viel passiert», meinte er nach dem Rennen. «Für mich war nicht nur in den Rennen Vollgas angesagt, das zog sich schon durch die ganze Woche. Nachdem ich das Motorrad fertig vorbereitet hatte und am Mittwoch in Oschersleben stand, war alles noch gut. Aber schon am Donnerstag beim letzten Test fabrizierte ich bei sehr schlechten Wetterbedingungen einen Sturz und hatte damit mehr Arbeit als geplant.»

Das Training

Glücklicherweise wurde er durch seinen langjährigen Mechaniker Gigo sowie die Firma Zupin tatkräftig unterstützt. Denn die aufkommenden Fahrwerksprobleme stellten sich als fast unlösbar heraus. So versuchte es Ströhlein zwar fahrerisch wie auch technisch zu kompensieren, was aber nur bedingt gelang. «Ausgerechnet im alles entscheidenden zweiten Qualifying passierte mir in der zweiten Runde ein Missgeschick und ich musste abermals zu Boden», so der IDM-Pilot. «Damit war die Aussicht auf eine bessere Startposition dahin. Ich hatte die ganze Zeit damit zu kämpfen, dass beim aus der Kurve Herausbeschleunigen das Heck einknickte und die Front nach außen drängte. Als ich mit dem weichen Reifen eine schnelle Runde fahren wollte wurde dies noch verstärkt und ich stürzte. Bei 25 Minuten Trainingszeit war an eine Fortführung nicht zu denken.»

Die Rennen

Das erste Rennen am Sonntag beendete er auf dem vierten Platz. Mit den 12 Sekunden Rückstand auf das Podium war er alles andere als zufrieden. Für den zweiten Lauf unternahm er für den Re-Start, das Rennen wurde nach einem Abbruch erneut gestartet, eine weitere radikale Änderung am Fahrwerk, was sich als guter Griff herausstellte. «Im zweiten Lauf ging es um einiges besser, ich schob mich sogar kurzzeitig auf den dritten Platz nach vorne», erzählt er. «Allerdings konnte ich die Position nur mit 110% Einsatz verteidigen und über die Dauer gesehen hätte ich das Rennen so nicht beendet. Daher entschied ich mich für weniger Risiko aber dafür, das Rennen sicher zu beenden. Leider konnte ich nicht wie erhofft ernsthaft um das Podium kämpfen, aber dank der Mithilfe der Zupin-Leute holte ich alles aus dem Material heraus, was möglich war. Dafür möchte ich mich vielmals bedanken. Wir werden in der nun anstehenden Pause noch ein paar Fahrwerkskomponenten testen, um dieses Thema in den Griff zu bekommen. Alles in allem waren unter den gegebenen Umständen zwei vierte Plätze die maximale Ausbeute und ich bin daher auch mehr als zufrieden. Besser zweimal gute Punkte sammeln, als im Rennen zu stürzen und leer auszugehen.»

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