Valentino Rossi (Sturz): «Ich mache mir Sorgen»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Im Rennen: Joan Mir vor Rossi, Lorenzo und Zarco

Im Rennen: Joan Mir vor Rossi, Lorenzo und Zarco

Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi hatte in Mugello hauptsächlich ein Problem. «Wir waren zu langsam.» Joan Mir, ein Ausritt und ein Sturz – das waren die weiteren Probleme.

Valentino Rossi erlebte dem schlimmsten Mugello-GP seit 2010, damals erlitt er im FP3 am Samstagmorgen einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch. Diesmal war nur sein Gemüt geknickt, denn er kam am Samstag und Freitag über 18. Plätze nicht hinaus – und stürzte im Rennen an 21. Stelle, nachdem er vorher gemeinsam beim Kampf um Platz gegen gegen Rookie Joan Mir (Suzuki) schon im Kiesbett gelandet war.

Rossi fuhr zwar vor dem Sturz mit 1:38,3 min dieselben Rundenzeiten wie Dovizioso im Fight um Platz 1, aber er brachte diesen Speed nicht ins Ziel.

«Das war ein sehr schwieriges Wochenende, eines der schlimmsten seit langer, langer Zeit, denn wir waren hier in keiner Minute schnell. Wir haben bei unserer Ankunft hier geahnt, dass es schwierig wird, aber wir haben mit einem vernünftigen Abschneiden gerechnet», sagte Rossi. «Aber daraus ist nichts geworden. Ich war in jedem Training zu langsam. Samstagfrüh im FP3 habe ich in der wichtigen schnellsten Runde in der Zielkurve einen Fehler gemacht und deshalb den direkten Aufstieg ins Q2 versäumt.»

«Wenn man im Rennen von so weit hinten losfahren muss, ist es immer schwierig», gab der Yamaha-Star zu bedenken. «Aber meine Pace war nicht fantastisch, das hat die Aufgabe nicht gerade erleichtert. Als ich Joan Mir beim Überholversuch berührt habe und wir ins Kiesbett rausgefahren sind, hat sich die Situation weiter verschlimmert. Da habe ich alles verspielt. Nach dem Sturz in der Arrabiata 2 war dann Endstation. Ich war hier nicht schnell. Dann wird alles komplizierter. Das ist das Fazit dieses Wochenendes. Wenn wir im Rennen gegen die anderen Motorräder kämpfen, dann haben wir Probleme. Denn wir sind auf den Geraden nicht schnell und auch nicht in der Beschleunigung. Sehr schwierig. Wir müssen etwas unternehmen. Denn wir stehen vor einer wichtigen Phase der WM, von jetzt bis zum Sachsenring folgt ein Rennen nach dem andern. Letztes Jahr habe ich in dieser Phase viele Punkte gesammelt. Aber wir haben diesmal schon in Le Mans nur mit viel Glück Rang 5 erobert.»

Rossi weiter: «Wenn ich im FP3 den Fehler nicht gemacht hätte, wäre ich direkt ins Q2 gekommen, dann wäre ich in die dritte Reihe gekommen, vielleicht sogar in die zweite. Dann hätte sich das Rennen für mich komplett anders gestaltet. Trotzdem hätte ich bestenfalls Fünfter, Sechster oder Siebter werden können. Wir haben aber höhere Ziele. Deshalb machen wir uns Sorgen.»

Das Mugello-Ergebnis:

1. Petrucci. 2. Márquez. 3. Dovizioso. 4. Rins. 5. Nakagami. 6. Viñales. 7. Pirro. 8. Crutchlow. 9. Pol Espargaró. 10. Quartararo. 11. Aleix Espargaró. 12. Mir. 13. Lorenzo. 14. Abraham. 15. Iannone. 16. Oliveira. 17. Zarco.

Der WM-Stand nach 6 von 19 Rennen:

1. Márquez 115. 2. Dovizioso 103. 3. Rins 88. 4. Petrucci 82. 5. Rossi 72. 6. Miller 42. 7. Crutchlow 42. 8. Viñales 40. 9. Nakagami 40. 10. Pol Espargaró 38.

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