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Reifenschäden Vettel und Räikkönen: Das sagt Pirelli

Von - 16.07.2017 17:27

​Wieso gab es an beiden Ferrari von WM-Leader Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen kurz vor Schluss des Silverstone-GP Reifenschäden? Der Mailänder Alleinausrüster Pirelli nimmt dazu Stellung.

Rabenschwarzes Pech für die beiden Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel kurz vor Schluss des Grossen Preises von Grossbritannien. Kimi verlor einen scheinbar sicheren zweiten Platz wegen eines Reifendefekts, kurz darauf humpelte auch die sonst so zuverlässige Gina von Sebastian Vettel – ebenfalls Reifenschaden!

Viele Fans stellten in den sozialen Netzwerken die Frage: Waren die Ferrari-Fahrer vielleicht das Opfer von auf der Bahn liegenden Trümmerteilen geworden? Gegenfrage: Wieso kam es dann nur an den roten Rennern zu Schäden?

Es kursierte ebenfalls der Verdacht, dass Ferrari vielleicht in Sachen Aufhängungs-Einstellung anders unterwegs war als die Gegner. Aber seit früheren Schäden gibt Pirelli jeweils exakte Vorgaben heraus, was den maximalen Sturz der Räder angeht und auch in Sachen Reifendruck. Der Spielraum der Rennställe ist kleiner geworden, und Pirelli tut alles, um auf der sicheren Seite zu bleiben.

Am Wagen von Kimi Räikkönen kam es in Runde 49 zu einer Ablösung der Lauffläche, eine Runde später verlor Sebastian Vettel Rang 4 wegen eines Reifendefekts und fiel nach einem Boxenstopp auf Platz 7 zurück.

Pirelli teilt nach einer ersten Inspektion der Reifen mit, dass es sich wohl nicht um den gleichen Defekt handelt, das Timing ist schlicht Pech.

Der Reifen von Kimi zeigte, dass sich tatsächlich die Lauffläche gelöst war, der Reifen selber aber keine Luft verloren hat.

Die Walze von Vettel, ebenfalls links vorne, hatte einen richtigen Platten, also mit Luftverlust des Reifens. Pirelli schliesst nicht aus, dass es einen Zusammenhang gibt mit einem sehr harten Bremsmanöver des WM-Leaders einige Runden zuvor, als sich der Ferrari-Star mit Zähnen und Klauen gegen Valtteri Bottas wehrte.

Beide Reifen werden jetzt zur Analyse zurück ins Pirelli-Werk von Mailand geschickt.

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