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Silvestone: 5. GP-Sieg von Hamilton, Vettel im Pech!

Von - 16.07.2017 15:35

Mercedes-Star Lewis Hamilton sicherte sich auf dem Silverstone Circuit vor heimischer Kulisse seinen fünften Grossbritannien-GP-Sieg. Sebastian Vettel musste eine bittere Pille schlucken!.

Noch bevor die Lichter der Startampel am Silverstone Circuit ausgingen, wurde es aufregend: Ausgerechnet Lokalmatador Jolyon Palmer musste seinen Renner wegen eines Hydraulikproblems an der Strecke abstellen, weshalb der Start abgebrochen und eine weitere Aufwärmrunde gedreht wurde. Nachdem diese absolviert war, reihten sich bis auf Palmer alle auf der Startaufstellung auf, wobei aus Sebastian Vettels Bremsen Rauch aufstieg.

Trotzdem wurde das nun auf 51 Runden verkürzte Rennen gestartet und Verstappen, der das Feuer am Ferrari vor ihm über Funk gemeldet hatte, drückte sich mit einem starken Start am WM-Leader vorbei. Polesetter Lewis Hamilton verteidigte die Für Aufregung sorgten weiter hinten die Toro Rosso-Piloten Carlos Sainz und Daniil Kvyat, die in der Becketts aneinander gerieten.

Für Sainz war das Rennen gelaufen, während Kvyat die Box ansteuerte und danach weiterfuhr. «Sagt Daniil, er macht einen super Job», schimpfte Sainz und Kvyat erklärte: «Er hat seinen Renner einfach in meinen gelenkt!» Die Rennkommissare kündigten umgehend an, den Vorfall zu untersuchen, während das Safety-Car ausrückte. Für Kvyat gab es eine Durchfahrtsstrafe, weil er nach dem Crash auf gefährliche Weise wieder auf die Strecke zurückfuhr.

Auch Sauber-Pilot Pascal Wehrlein musste die Box ansteuern, offenbar wurde er ins Toro Rosso-Duell verwickelt. In der dritten Runde bog der Deutsche erneut an die Box ab, um sich erneut weiche Reifen geben zu lassen. Er hatte das Rennen schon auf weichen Reifen in Angriff genommen, bei seinem Besuch an der Box aber auf die mittelharten Gummis gewechselt. Kaum war er wieder unterwegs, lieferte er sich ein hart umkämpftes Duell mit seinem Teamkollegen Marcus Ericsson, der sich am Funk beschwerte: «Ich habe ihm Platz gelassen und er hat mir die Tür vor der Nase zugeknallt.»

In der fünften Runde wurde das Rennen wieder freigegeben und Hamilton führte das Feld vor Räikkönen, Verstappen, Vettel, Nico Hülkenberg, Esteban Ocon, Valtteri Bottas, Sergio Pérez, Stoffel Vandoorne und Felipe Massa an. Dahinter reihten sich Romain Grosjean, Lance Stroll, Fernando Alonso, Kevin Magnussen, Wehrlein, Ericsson, Kvyat und Ricciardo ein.

Ricciardo, der sich dem misslungenen Qualifying (Turboschaden) durchs Feld pflügen musste, arbeitete sich bis auf den zwölften Platz nach vorne, bevor er sich in Luffield durchs Gras pflügte und auf die 18. Position zurückfiel.

Vettel und Verstappen sorgen für Action

Für Jubel auf den Tribünen sorgten in der 14. Runde Verstappen und Vettel, die sich einen harten Zweikampf lieferten, bei dem Vettel erst am Red Bull Racing-Renner vorbeizog, sich dann aber wieder geschlagen geben und neben die Strecke ausweichen musste. «Vettel will wohl Autoscooter oder so spielen», beschwerte sich der Teenager am Funk, während sic sein Teamkollege Ricciardo wieder nach vorne arbeitete.

Das Duell des Teenagers mit dem vierfachen Champion war damit noch nicht vorbei, und natürlich meldete sich auch Vettel am Funk. Der Heppenheimer schimpfte: «Das war erneut ein Spurwechsel auf der Bremse», bevor er sich in der 19 Runde an der Box frische weiche Reifen abholte. Der Deutsche kam auf der sechsten Positionen vor den beiden Force India-Fahrern wieder auf die Piste.

Obwohl Verstappen gleich auf den Undercut-Versuch des Ferrari-Stars reagierte, kam Vettel am Niederländer vorbei. Auch, weil dieser bei seinem Stopp an der Box länger stehen musste, weil ein Problem mit der Radmutter auftauchte. Einen langen Stopp musste auch Esteban Ocon einlegen. Der Mercedes-Junior, der für Force India antritt, musste sich lange gedulden und fiel vom siebten Platz auf den 16. Platz zurück.

Vettel und Verstappen arbeiteten sich in der Folge an Hülkenberg vorbei, der nicht viel Gegenwehr leistete, da er wusste, dass er auf die Distanz nichts gegen die beiden Spitzenpiloten ausrichten können würde.

In Runde 25 bog Räikkönen an die Box ab, um sich die weichen Reifen geben zu lassen. Die Ferrari-Mannschaft machte alles richtig, weshalb der Iceman nach nur 2,5 sec Standzeit wieder losbrausen durfte. Hamilton reagierte auf den Stopp des Finnen und kam eine Runde nach ihm rein. Auch er durfte sich über einen flotten Reifenwechsel freuen, weshalb er direkt vor seinem Teamkollegen Bottas – der noch nicht an der Box war – wieder auf der ersten Position einreihte.

Frühes Aus von Fernando Alonso

Die Zuschauer bekamen auch in der Folge viele Überholmanöver und Duelle zu sehen – etwa von den beiden Force India-Fahrern Ocon und Pérez, die sich ein super Duell lieferten. Räikkönen kämpfte derzeit mit Problemen. Am Funk klagte er: «Da ist etwa auf meiner linken Seite, etwas scheint abgefallen zu sein.»

Auch Kvyat bekundete Probleme und vermutete einen Aufhängungsschaden, als er in der 30. Runde a die Box abbog. Dort stellten die Mechaniker schnell fest, dass der Russe weiterfahren konnte, deshalb wurde er wieder auf die Strecke geschickt.

In Umlauf 33 bog schliesslich auch Bottas an die Box ab. Der Finne, der das Rennen wegen seiner Getriebe-Strafe (fünf Startplätze zurück) vom neunten Startplatz aus in Angriff hatte nehmen müssen und auf den weichen Reifen losgefahren war, kam auf der vierten Position hinter dem Ferrari-Duo wieder auf die Strecke.

Eine weitere Enttäuschung musste Fernando Alonso verdauen, der zweifache Champion war plötzlich ohne Vortrieb unterwegs, weil der Benzindruck einbrach. Er meldete: «Ich habe keine Power.» Sei McLaren-Honda-Team wies ihn an, seinen Dienstwagen in der Box abzustellen, was der 32-fache GP-Sieger in der 34. Runde auch tat, während Ricciardo mit mehreren starken Überholmanövern glänzte.

So kam es, dass Hamilton das Feld in der 35. Runde mit zwölf Sekunden Vorsprung vor Räikkönen, Vettel, Bottas, Verstappen, Hülkenberg, Ricciardo, Magnussen, Ocon, Pérez, Massa, Vandoorne, Grosjean, Stroll, Ericsson, Kvyat und Wehrlein anführte. Der Leader meldete über Boxenfunk allerdings Blistering-Probleme mit den Reifen.

Enttäuschung für Ferrari-Duo!

Auch Verstappen quälten Reifensorgen, vor allem der linke Vorderreifen bereitete ihm Probleme, wie er am Funk erklärte. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer richtete sich aber auf Bottas, der mittlerweile am Heck von Vettel angelangt war und sich einen harten Zweikampf mit dem Ferrari-Star lieferte. In Runde 44 schaffte es der 27-Jährige auf der Hangar-Geraden mittels DRS locker am Ferrari-Star vorbei, und Vettel erklärte kurz darauf: «Meine Vorderreifen sind durch, sie haben die letzten 20 Runden Blasen geworfen.»

In den letzten Runden sorgte die Aufholjagd von Bottas für Spannung, doch zum grossen Duell mit Räikkönen kam es nicht, denn der Weltmeister von 2007 war mit einem platten linken Vorderreifen unterwegs. Auch Vettel musste eine bittere Pille schlucken, weil er in der zweitletzten Runde mit einem Plattfuss unterwegs war. Er fiel vom dritten auf den siebten Platz zurück.

Am Ende durfte Hamilton seinen fünften Grossbritannien-GP-Sieg seiner Karriere (und den vierten in Folge!) vor seinem Teamkollegen feiern. Hinter den Silberpfeilen kam Räikkönen über die Ziellinie, Verstappen, Ricciardo, Hülkenberg, Vettel, Ocon, Pérez und Massa komplettierten die Top-10. Auch Vandoorne, Magnussen, Grosjean, Ericsson, Kvyat, Stroll und Wehrlein sahen die Zielflagge.

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