Formel 1

Arrivabene: «So wird man vom Kämpfer zum Sieger»

Von - 23.11.2018 16:42

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene ist überzeugt, dass seine Mannschaft den diesjährigen Titelkampf gegen Mercedes und Lewis Hamilton nicht nur wegen der Fehler verloren hat, die man in den Rennen gemacht habe.

Es war das Unvermögen der Roten, konstant an der Spitze mitzufahren und in den Rennen die ersten beiden Positionen zu besetzen, das den WM-Ausgang entschieden hat, ist sich Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene sicher. Dem ältesten GP-Rennstall der Welt gelang dies kein einziges Mal in diesem Jahr, Konkurrent Mercedes durfte hingegen vier Mal einen sogenannten Doppelsieg bejubeln.

Deshalb will der Kopf der Maranello-Truppe auch nicht hören, dass die Fehler von Schützling Sebastian Vettel sowie die falschen Entscheidungen des Teams bei der Rennstrategie der WM-Niederlage gegen Mercedes zugrunde liegen. «Das stimmt so nicht», widerspricht der illustre 61-Jährige. «Zum Saisonstart waren wir in sehr guter Form. Dann geschah das, was Sebastian Vettel gestern bestätigt hat – er hat ein paar Fehler gemacht. Aber ab Monza waren wir auch mit dem Auto nicht mehr vorne dabei, das ist eine Tatsache, die man nicht ausser Acht lassen darf.»

«Deshalb will ich auch keine Schuldzuweisungen in Richtung Fahrer oder Teammitglieder machen – wir gewinnen und verlieren zusammen, so einfach ist das», fügt Arrivabene trotzig an. Der ehrgeizige Kopf der Ferrari-Mannschaft weiss: «Du brauchst natürlich genug Siege, um den Titel zu holen. Dann kommt es auch noch auf die Leistung der Konkurrenz an.»

«Es ist relativ einfach», erklärt der Ferrari-Teamchef trocken. «Es muss zur Gewohnheit werden, die ersten beiden Plätze zu holen – das darf nicht die Ausnahme bleiben. So wirst du vom Kämpfer zum Sieger.»

Vettel hatte seinerseits erklärt: «Wir hatten in diesem Jahr sicherlich unsere starken Momente, in denen wir ein gutes Rennen erlebt haben, aber es gab auch GP, in denen wir nicht sehr stark unterwegs waren, da fehlte uns einfach der nötige Speed. Und das Tempo ist letztlich entscheidend, und daran fehlte es häufiger als er da war. Aber wir arbeiten hart, um den letzten Schritt an die Spitze zu schaffen.»

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