Formel 1

Ross Brawn: «Kein Krisen-Wochenende für Mercedes»

Von - 05.07.2019 07:37

Formel-1-Sportchef Ross Brawn blickt auf das vorläufige Ende der Mercedes-Erfolgssträhne in Spielberg und erklärt, warum man in den kommenden Rennen wieder mit der Mannschaft von Toto Wolff rechnen muss.

Endlich hat die Formel 1 einen Sieger in dieser Saison erlebt, der nicht in einem Silberpfeil sitzt: In Österreich sicherte sich Red Bull Racing-Star Max Verstappen nach einer furiosen Aufholjagd und einem spektakulären Spitzenduell den ersten Platz vor Ferrari-Talent Charles Leclerc.

Der bisherige Dauersieger Mercedes musste sich mit dem dritten Platz von Valtteri Bottas begnügen, WM-Leader Lewis Hamilton kam gar «nur» als Fünfter ins Ziel – und das ausgerechnet im Heimrennen von Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff. Der Wiener musste bereits im vergangenen Jahr eine bittere Pille schlucken, wie sich Ross Brawn in seiner Analyse zum Österreich-GP erinnert.

«In den vergangenen beiden Jahren hatte Toto Wolff auf heimischem Boden kein Glück», hält der Formel-1-Sportchef fest. «Im letzten Jahr fielen beide Silberpfeile in Spielberg aus, das war das schlechteste Mercedes-Ergebnis der Saison.» Und auch in diesem Jahr brachte das Heimrennen des Mercedes-Motorsportdirektors kein Glück für die Silbernen.

Brawn weiss: «Der diesjährige Österreich-GP markiert das Ende einer Mercedes-Erfolgssträhne, die 2018 in Brasilien ihren Anfang genommen hat und zehn GP-Siege der Sternmarke in Folge umfasst.» Immerhin: «Diesmal ist das Ergebnis nicht ganz so katastrophal, da es Valtteri Bottas als Dritter wenigstens aufs Treppchen geschafft hat – wenn er auch mit grossem Rückstand auf das Spitzenduo ins Ziel gekommen ist.»

«Der Traum einer makellosen Saison ist damit ausgeträumt, was letztlich auch ein bisschen zu ambitioniert war. Trotzdem kann man Spielberg nur schwerlich als ein Krisen-Wochenende für Mercedes bezeichnen», betont der Ingenieur, und fügt an: «Vielleicht treibt die Erfahrung auf dem Red Bull Ring das Team sogar noch stärker an, obwohl eine so erfolgshungrige Truppe wohl kaum mehr Antrieb nötig hat, wenn sie auf die beiden Rennen zusteuert, die als Heimspiele ansehen kann.»

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