Langbahn-GP

James Shanes: Top-Kandidat für die Weltmeisterschaft

Von - 03.04.2018 17:20

James Shanes fühlt sich bereit für die Langbahn-WM 2018. Er müsse aber noch mehr über die 1000m-Bahnen lernen, sagt der junge Brite über sich selbst. In Balkbrug rutschte er im Finale aus.

Er sieht aus wie ein netter liebenswürdiger Junge von nebenan, der verträumt in seinen Bilderbüchern blättert, dieser James Shanes. Nett, liebenswürdig und höflich ist der 21-jährige Brite aus Puddletown in der Grafschaft Dorset durchaus, aber auf den Gras- und Sandbahnen dieser Welt kann er durchaus auch anders.

Nein, rücksichtslos oder brutal fährt der zweifache Grasbahn-Europameister, der zuhause in Großbritannien schon zum dritten Mal hintereinander Britischer Meister wurde, nicht. Er hat aber den Bogen raus, wie man am Gashahn dreht und welche Linie zu wählen ist. Meistens fährt er innen.

Am Ostermontag in Balkbrug klappte das aber nicht ganz. Im alles entscheidenden Tagesfinale führte der kleine Brite zwar vor dem späteren Sieger Romano Hummel, aber nach einem Ausrutscher wurde er disqualifiziert und erreichte am Ende nur Rang 6. «Ich muss mich durchaus noch an die ein oder andere Bahn gewöhnen», gestand Shanes im Laufe des Renn-Nachmittags, aber «Würfelbahnen» wie die in Balkbrug, durchaus ähnlich der ein oder anderen englischen Rennwiese, waren da wohl eher nicht gemeint.

James Shanes, der 2017 gleich in seiner ersten WM-Saison überraschend auf Platz 4 fuhr und in Eenrum (NL) erstmals GP-Sieger wurde, blickte da auf die kommenden Grands Prix in der kommenden Langbahn-Weltmeisterschaft voraus. «Ich mich noch mehr an die 1000m-Bahnen gewöhnen, denn die gibt es bei uns in England nicht.»

Vor allem vor Herxheim und Mühldorf hat Shanes Respekt. «In Herxheim bin ich letztes Jahr im Training gestürzt und Mühldorf hat eine sehr glatte Bahn.» An La Réole hat er sehr gute Erinnerungen, ebenso an Eenrum und auch an Roden. «Ich führe über alle Bahnen, auf denen ich fahre, genauestens Buch, damit es keine Überraschungen gibt.»

James Shanes ist zu den Rennen auf der Insel, wo er auch noch Speedway für Sheffield und Poole fährt und auf dem Kontinent immer mit Vater, Mutter und Freundin unterwegs. «Ich liebe so ein familiäres Umfeld, das tut mir gut.»

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