Moto3

Peter Öttl: «Aron Canet ist strategisch sehr stark»

Von - 01.05.2019 12:31

Nach drei Moto3-Rennen liegen die KTM-Fahrer Jaume Masia und Aron Canet in der Tabelle punktegleich an der Spitze. Canets Teamchef Peter Öttl über die Stärken und Schwächen des 19-jährigen Texas-GP-Siegers.

Der sechsfache Weltmeister Max Biaggi und der fünffache GP-Sieger Philipp Öttl haben für 2019 ein Joint Venture vereinbart und mit dem neuen «Max Racing Team» beim dritten Grand Prix mit Aron Canet auf der KTM gleich den ersten WM-Lauf gewonnen. Der Spanier liegt jetzt in der WM punktegleich mit dem KTM-Kollegen Jauma Masia in Führung.

Drei Jahre lang hat Peter Öttl sein Südmetall-Schedl-Moto3-Team für Sohn Philipp betrieben. Als der Junior für das Red Bull Tech3-Team von Hervé Poncharal unterschrieb, fanden Biaggi und Öttl zu einer Zusammenarbeit. Der Römer brachte Sterilgarda als Sponsor mit und die Technikcrew, der Teambesitzer übernahm die Rolle des Teammanagers und stellte seinen Teamplatz zur Verfügung.

Peter, Aron Canet zählte mit seiner Routine und drei GP-Siegen schon im Winter zu den Titelanwärtern. Aber er musste sich als Honda-Fahrer zuerst an die KTM gewönnen. Was sind seine Stärken?

Es war schon in der Vergangenheit schon so, dass er in punkte Strategie stark ist, sei es im Qualifying oder im Rennen. Man kann jetzt einwerfen, der zwölfte Platz beim Argentinien-GP spreche ein bisschen dagegen.

Aber wir stark Arons Rennstrategie ist hat man im Rennen in Austin gesehen,. Auch beim ersten Rennen in Doha, wo er Dritter geworden ist, hat er das Maximum herausgeholt. Er ist dort bester KTM-Pilot geworden.

Aron ist strategisch stark.

Wenn alles in seine Richtung läuft, ist er auch nervenstark. Es gehört auch zu unseren Aufgaben in seinem Umfeld zu schauen, dass alles ruhig bleibt.

Wenn die Ruhe bewahrt wird und er sich wohlfühlt, dann bringt er wirklich starke Leistungen.

Aron befindet sich im vierten Moto3-WM-Jahr. Er hat mit seinen 19 Jahren schon vier GP-Siege eingefahren. Wenn wir ihm ein gutes Umfeld geben, kann er seine Leistung bringen. Und das hat er bisher gemacht.

In Texas hat Canet wirklich Nervenstärke bewiesen. Er hat erst in den letzten zwei Runden die Karten aufgedeckt, zum richtigen Zeitpunkt attackiert und dann klar gewonnen.

Richtig, ja. Er hat in den ersten zwei Rennen sehr viel Führungsarbeit geleistet, speziell in Argentinien. Aber nach Platz 12 hat er seine Konsequenzen gezogen. Deshalb hat er seine Chance in Texas erst zum Schluss genutzt.

Er kann sein Rennen gut einteilen und dann seine strategische Stärke ausspielen. Besser kannst es echt nicht machen, als er es in Amerika gezeigt hat.

Die Moto3-WM gilt oft als Wundertüte. Toba hat in Doha überraschend gewonnen und seither nur noch 6 Punkte geholt. Also ist so ein verlässlicher Fahrer wie Canet für einen Teamchef ein wichtiges Asset.

Richtig, ja. Die langsamen Rennen bergen immer Überraschungen.

Sobald ein Rennen schnell wird, und davon sind wir in Texas ausgegangen, haben wir bessere Chancen. Denn die schnelleren Rennen sind besser kalkulierbar. Da kannst du mit einem guten Fahrer eher auf ein Spitzenresultat hoffen. Dann spielt auch die Strategie eine größere Rolle.

Wenn es langsame Rennen gibt, kann jeder irgendwie vorne sein. Das hat man im letzten Jahr gesehen. Da haben Fahrer Rennen gewonnen, die man nicht wirklich auf der Liste hatte. Albert Arenas zum Beispiel.

Mugello ist auch so ein Rennen. Dort bildet sich meistens ein großer Spitzenpulk, du kannst in der letzten Runde keine Strategie auspacken, wenn 15 oder 20 Fahrer innerhalb von 2 Sekunden fahren.

Wie gesagt: Die schnellen Rennen sind für uns gut. Das war schon mit Philipp so. Je schneller, desto besser.

Jetzt geht die Europa-Saison in Jerez los. Welche Moto3-Fahrer haben Titelchancen?

Aus meiner Sicht sind das die zwei Honda-Fahrer Dalla Porta und Rodrigo. Auf der KTM-Seite sind es Masia und Canet.

WM-Stand Moto3 (nach 3 von 19 Rennen)

1.Masia 45. 2. Canet 45. 3. Dalla Porta 32. 4. Antonelli 32. 5. Toba 31. 6. Arbolino 26. 7. Rodrigo 24. 8. Ramirez 24. 9. Migno 23. 10. D. Binder 21. 11. Vietti 20. 12. R. Fernandez 19.

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