Moto3

20 Strafen: Paolo Simoncelli fordert Moto3-Superpole

Von - 15.08.2019 10:44

Das Moto3-Qualifying-Ergebnis in Spielberg hatte mit der Startaufstellung nicht mehr viel gemeinsam. Teameigentümer Paolo Simoncelli hat genug von Bummeln und Penalties – aber nicht von Tatsuki Suzuki.

Nach dem Qualifying auf dem Red Bull Ring wurde die Startaufstellung der Moto3-Klasse einmal mehr über den Haufen geworfen: Insgesamt 16 Fahrern wurde eine Strafe aufgebrummt, weil sie im FP3 oder in der entscheidenden zweiten Qualifying-Session im Kampf um die beste Ausgangslage – und den Windschatten – für ihre Zeitattacke «auf verantwortungslose Weise langsam» unterwegs waren.

Die Folge: Riccardo Rossi und Tatsuki Suzuki wurden im Grid zwölf Plätze nach hinten versetzt; ihre jeweils schnellste Runde im Q2 wurde Niccolò Antonelli, Tony Arbolino, Aron Canet, Lorenzo Dalla Porta, Romano Fenati, Raul Fernandez, Jakub Kornfeil, Jaume Masia, Ai Ogura, Marcos Ramirez, Ayumu Sasaki, Kaito Toba und Makar Yurchenko aberkannt.

Andrea Migno wurde sogar in beiden Sessions beim Bummeln erwischt und wurde deshalb zweimal bestraft – er verlor seine beste Qualifying-Zeit und wurde als Wiederholungstäter gleich ganz an das Ende der Startaufstellung verbannt. «Ich bin der Weltmeister der Strafen», scherzte er anschließend im Interview auf ServusTV.

Damit nicht genug: Bereits am Freitag waren Darryn Binder, Ayumu Sasaki und Ai Ogura wegen desselben Vergehens im FP2 ertappt und deshalb vom FIM MotoGP Stewards Panel bestraft worden. Alonso Lopez wusste hingegen schon seit dem Brünn-GP, dass er aus der Boxengasse starten würde, nachdem er dort seinen Teamkollegen Garcia geschubst hatte. Die beiden waren zusammen im Kiesbett gelandet.

Angesichts der Flut an Strafen fordert Moto3-Teameigentümer Paolo Simoncelli, dessen Schützlinge Antonelli und Suzuki in Spielberg unter den Übeltätern waren, den WM-Promoter zum Handeln auf: «Ich hoffe wirklich, dass Dorna das Q1 und das Q2 streichen und eine Art Superpole einführen, weil das Spektakel, das sich uns bei jedem Grand Prix bietet, wenn alle stehen bleiben und aufeinander warten, beschämend ist.»

«Niccolò und Tatsuki haben sich so das Leben schwer gemacht. Nach einem makellosen Freitag, an dem sie zu den Schnellsten gehörten, haben sie sich am Samstag unnötigerweise und dummerweise jeweils einen Penalty eingehandelt», bedauerte der SIC58-Sqaudra-Corse-Chef. «Ohne diese Strafe wäre Tatsuki von Platz 2 losgefahren und angesichts des Rennverlaufs und den klimatischen Bedingungen wage ich zu behaupten, dass wir um das Podium hätten kämpfen können. Aber wir standen im Grid auf Platz 14 mit Tatsuki und auf Platz 12 mit Niccolò.»

Mit einem Ausfall und Platz 9 durch Antonelli fiel die Bilanz im italienischen Rennstall nach dem Österreich-GP schließlich bescheiden aus.

«Tatsuki hat in der ersten Kurve einen Anfängerfehler gemacht, als er entschied zu attackieren. Er war zu spät auf der Bremse und anstatt das Motorrad aufzurichten und weit zu gehen, versuchte er trotzdem die Kurve zuzumachen und beendete somit sein Rennen frühzeitig», hielt Simoncelli enttäuscht fest.

Übrigens: Seit Sonntag steht fest, dass Suzuki (21) auch 2020 für die SIC58 Squadra Corse in der Moto3-WM antreten wird. «Wie ich schon mehrmals betont habe, möchte ich, dass das Team unverändert bleibt, aber es liegt jetzt nicht mehr an mir: Niccolò muss entscheiden, ober er bei und bleibt oder den Sprung in die Moto2-Klasse macht», meinte Paolo mit Blick auf den vierfachen GP-Sieger Antonelli (23).

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Tatsuki Suzuki und Paolo Simoncelli machen 2020 gemeinsam weiter © Gold & Goose Tatsuki Suzuki und Paolo Simoncelli machen 2020 gemeinsam weiter
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