Nico Rosberg: Verzicht auf 100 Millionen Euro

Misano im Regen: Die Karten werden neu gemischt

Von Günther Wiesinger
Heute soll es in Misano den ganzen Tag regnen. Die Wettervorhersage war bisher korrekt, um 8 Uhr früh begann es zu tröpfeln. Die Rossi-Fans tragen Trauer.

Von «Bella Ialia» war nach zwei großteils sonnigen Trainingstagen rund um den Misano World Circuit Marco Simoncelli am Sonntagfrüh wenig zu sehen, als sich gegen 8 Uhr früh die Parkplätze und Tribünen füllten.

Tausende Fans stiefelten gegen 7.30 Uhr in den umliegenden Ortschaften zu den Bushaltestellen, 80 Prozent mit der Nummer 46 und in Gelb dekoriert, Tausende radelten zur Strecke, denn auf den letzten Stau-Kilometern kommt man zu Fuß schneller vorwärts oder mit dem Drahtesel.

Auffallend: Nach den Terrorakten der letzten eineinhalb Jahre wird jede Zufahrt zu einem Fußgängerweg rund um die Strecke mit tonnenschweren Betonblöcke blockiert, es gibt Gepäckkontrollen wie am Flughafen.

Normalerweise werden beim Misano-GP in der letzten Woche noch 10 Prozent der Tickets verkauft. Nach Rossis Verletzung am 31. August sank jedoch die Nachfrage der Kurzentschlossenen gegen Null.

Der Juniorchef in unserem Hotel zeigte sich unbeeindruckt. «Ja, Rossi fährt nicht. Das macht nichts. Ich habe zwei Ducati in der Garage», entgegnete er.

Schon an den Trainingstagen waren vis-a-vis der Movistar-Yamaha-Box viel, viel weniger Fans zu sehen als üblich. Sie wanderten kurzerhand zu Ducati rüber.

Denn der allseits beliebte Andrea Dovizioso ist WM-Leader, er ist ein Kumpel von Rossi, wer ihn unterstützt, muss sich nicht als Verräter fühlen.

Während der Völkerwanderung Richtung GP-Strecke begann es um 8 Uhr zu regnen, das soll heute den ganzen Tag so bleiben. Bei den Teams und Fahrern werden die Karten völlig neu gemischt, niemand hat einen blassen Schimmer, welche Regenreifen die Renndistanzen durchhalten, denn es war zwei Tage lang trocken.

Und in den 20 Minuten Warm-up werden die Fahrer auch keine ganz zielführenden Aufschlüsse über die Lebensdauer der Reifen erhalten.

Fahrer wie Pol Espargaró, der mit der KTM vom 17. Platz losfährt, sind über den Regen nicht traurig. «Aber ob wir im Nassen konkurrenzfähiger sind, wissen wir auch erst nach dem Rennen», meinte er.

Bei Yamaha ist nicht durchgesickert, ob Rossi heute im Paddock erscheinen wird oder ob er sich lieber daheim in Tavullia um seine Therapie kümmert.

2010, damals am Tag nach seinem offenen Schien- und Wadenbeinbruch in Mugello, meldete er sich aus dem Krankenhaus über den Streckensprecher bei den Fans und gab die aktuellsten Informationen über seinen Gesundheitszustand zum Besten.

Gut möglich, dass wir so eine Live-Schaltung dank Dorna-TV und SKY Italia auch heute erleben.

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