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Superbike-WM

Ducati-V4: Gleiches Konzept wie im MotoGP-Triebwerk

Von - 07.09.2017 14:05

Ducati präsentierte in Misano den auf den Erfahrungen aus der MotoGP-WM basierenden neuen 90-Grad-V4-Motor, der die künftigen Topmodelle der Superbike-Familie befeuern wird.

Der Desmosedici Stradale genannte Antrieb markiert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte von Ducati. Wieder einmal zeigt sich Ducati durch die Entwicklung eines innovativen, unverkennbaren Motorrads zukunftsweisend und schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte des Traditionsunternehmens auf.

Mittel- und Ausgangspunkt für die Entwicklung des Desmosedici Stradale waren die Herzstücke des V4-MotoGP-Rennmotors – die Zylinderköpfe. Mit denselben Dimensionen und Konstruktionsmerkmalen wie bei der Desmosedici GP ausgestattet, herrschen in der Desmosedici Stradale die gleichen Strömungsverhältnisse. Auch die Einbaulage des Treibwerks ist identisch: 90-Grad-V4, um 42 Grad nach hinten geneigt eingebaut. Diese Lösung baut besonders kompakt, ermöglicht eine gute Massenzentralisierung und erleichtert die Integration des Triebwerks ins Motorrad.

Wie bei den Ducati-Rennmotorrädern rotiert die Kurbelwelle gegenläufig zur Fahrtrichtung. Diese Bauart reduziert die stabilisierenden Kreiselkräfte der Räder und macht das Motorrad agiler bei Richtungswechseln. Sie reduziert dazu die Wheelie-Neigung beim Beschleunigen und die Tendenz des Hinterrades zum Abheben bei heftigen Bremsmanövern. Der Hubzapfenversatz an der Kurbelwelle beträgt 70 Grad und die «Twin Pulse»-Zündfolge erzeugt neben einem einmaligen Verbrennungsgeräusch eine besonders gut kontrollierbare Leistungsentfaltung mit optimierter Traktion am Kurvenausgang.

Obwohl der Desmosedici Stradale Rennstreckenqualitäten besitzt, wurde er ebenfalls für optimalen Fahrspaß im öffentlichen Verkehrsraum entwickelt. Für ein besonders gutes Durchzugsvermögen im mittleren Drehzahlbereich – eine Grundvoraussetzung für ein herausragendes Fahrerlebnis auf der Landstraße – und ein kräftiges Drehmoment mit satter Leistung schon im Drehzahlkeller, weist der Antrieb einen etwas größeren Hubraum als sein MotoGP-Pendant auf (exakt 1103 ccm). In der Spitze leistet der Euro4-Antrieb mehr als 155 kW (210 PS) bei 13.000/min, während er im besonders wichtigen Drehzahlbereich zwischen 8750 und 12.250/min stets mehr 120 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle stemmt.

Die Desmosedici Stradale wurde um die Desmodromik herum entwickelt, welche die vier Ventile pro Zylinder steuert und die Ducati-Prototypen zu den schnellsten Motorrädern der MotoGP-Rennserie macht. In diesem hochdrehenden V4-Motor arbeitet ein perfektioniertes Desmo-System, so raffiniert, leicht und kompakt wie noch nie bei einer Ducati.

Wie in der MotoGP-Klasse weist die Zylinderbohrung einen Durchmesser von 81 mm auf. Dieses Maß entspricht den im MotoGP-Reglement festgelegten Maximum; zugleich markiert es die größte Bohrung im Vierzylinder-Supersportsegment. Die gleiche Bohrung wie bei der Desmosedici GP bedeutet, dass in beiden Aggregaten nahezu die gleichen günstigen Strömungsverhältnisse herrschen, zum Beispiel bei den Ventilen, im Einlasstrakt und den Drosselklappenkörpern, also dort, wo die Motorleistung erzeugt wird.

Die Drosselklappenkörper sind mit variablen Ansaugtrichtern bestückt, mit denen sich die Ansaugweglängen über den gesamten Drehzahlbereich anpassen lassen. Dies sorgt für eine spürbar bessere Leistungsentfaltung und somit auch leichtere Leistungsdosierung. Für das richtige Gemisch sorgen ovale Drosselklappenkörper mit je zwei Einspritzdüsen, die sich jeweils vor und hinter der Drosselklappe befinden.

Diese Anhäufung modernster technischer Lösungen – entwickelt in der MotoGP-WM und angepasst für höchste Zuverlässigkeit im Alltag – demonstriert die Einzigartigkeit von Ducati: Ein V4-Motor in dieser Konfiguration und mit dieser technischen Ausstattung ist kein zweites Mal in der Motorradwelt zu finden.

Technische Daten:

- 1103 ccm 90-Grad-V4-Zylindermotor
- Bohrung x Hub 81 x 53.5 mm
- Verdichtung 14:1
- Maximalleistung über 210 PS (155 kW) bei 13.000/min
- Maximales Drehmoment über 120 Nm zwischen 8750 und 12.250/min
- Euro 4
- Zwei obenliegende Nockenwellen mit Ketten-Zahnrad-Hybridantrieb und desmodromischer Ventilsteuerung, vier Ventile je Zylinder
- Gegenläufige Kurbelwelle mit 70 Grad Hubzapfenversatz
- Mehrscheiben-Ölbadkupplung mit Servo-Funktion
- Semi-Trockensumpfschmierung mit vier Ölpumpen: eine Druckpumpe und drei Rückförderpumpen
- Gemischaufbereitung über vier ovale Drosselklappenkörper (entsprechen Ø 52 mm) und variable Ansaugtrichter
- Sechsganggetriebe mit DQS up/down System
- Inspektionsintervalle mit Desmo-Service alle 24.000 km

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Ducati-CEO Claudio Domenicali (li.) mit seinen Fahrern Michele Pirro, Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo © Weisse Ducati-CEO Claudio Domenicali (li.) mit seinen Fahrern Michele Pirro, Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo
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