WRC

Neuville bereit für Gaststart in der ADAC TCR Germany

Von - 31.07.2019 13:16

Hyundai Rallyepilot betritt am Nürburgring Neuland im Rundstreckensport, Belgier pilotiert Hyundai i30 N TCR VIP-Fahrzeug des Hyundai Team Engstler, Thierry Neuville: «Ich könnte für eine Überraschung sorgen».

Nur eine Woche vor der anspruchsvollen ADAC Rallye Deutschland gibt Hyundai WRC-Werkspilot Thierry Neuville (Belgien) ein Gastspiel auf der Rundstrecke: Beim Lauf der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring (16.–18. Augst) pilotiert der aktuelle Dritte der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) das VIP-Auto des Hyundai Team Engstler. Auf seinen Einsatz im Hyundai i30 N TCR freut sich der 31-Jährige ganz besonders. Erste Testfahrten auf dem Eifelkurs hat er bereits absolviert.

Neuville zählt zur weltweiten Rallyeelite

Thierry Neuville ist einer der aktuell schnellsten Rallyefahrer und der erfolgreichste Pilot von Hyundai Motorsport in der Rallye-WM. Insgesamt hat er mit dem Hyundai i20 Coupe WRC bisher elf WM-Läufe gewonnen, darunter in dieser Saison auf Korsika und in Argentinien. Aktuell liegt der Belgier auf dem dritten WM-Rang, nur sieben Zähler hinter der Tabellenspitze.

Geboren wurde Neuville am 16. Juni 1988 in Sankt Vith (Belgien) und damit nur rund 15 Kilometer vom Grand-Prix-Kurs in Spa-Francorchamps entfernt – kein Wunder, dass er schon früh mit dem Motorsportvirus infiziert wurde. «Als ich Kind war, sind wir oft nach Spa zur Formel 1 oder zum 24h-Rennen gefahren», erinnert sich Neuville. «Aber mir hat schon damals der Rallyesport mehr zugesagt. Wenn wir zu Rallyes gefahren sind, war meine Anspannung immer größer, weil es dort mehr Action gab. Ich wollte daher immer mal eine Rallye bestreiten.» 2007, im Alter von 19 Jahren, war es dann soweit. Nach ersten Erfolgen in seinem Heimatland trat Neuville schon bald international an, erst in der Junior-WM, dann in der Intercontinental Rally Challenge. Bei der Rallye Monte Carlo 2012 debütierte er in einem World Rally Car, seine erste WM-Saison beendete er schließlich als Gesamtsiebter. Ein Jahr später verpasste Neuville den Titel als Gesamtzweiter nur knapp. 2014 wechselte das Rallyeass zu Hyundai Motorsport – eine erfolgreiche Partnerschaft, die seitdem anhält. Im gleichen Jahr gelang Neuville bei der ADAC Rallye Deutschland der erste WRC-Sieg für das in Alzenau ansässige Team. In den vergangenen drei Saisons wurde Neuville, der in seinem Heimatland und angrenzenden Regionen einen Rallyeboom ausgelöst hat, jeweils WM-Zweiter.

Erster Test im Hyundai i30 N TCR

Den rund 350 PS (257 kW) starken Hyundai i30 N TCR, der im Auftrag von Hyundai Motor Deutschland vom Hyundai Team Engstler als VIP-Auto in der aktuell laufenden Saison der ADAC TCR Germany eingesetzt wird, hat Neuville im Juli auf dem Nürburgring erstmals testen können. Dabei wurde er von Luca Engstler, dem Markenbotschafter von Hyundai Motor Deutschland und 2018 Zweiter der ADAC TCR Germany, gecoacht. «Der Tourenwagen ist deutlich näher am Serienauto als das World Rally Car, das viel extremer ist», so Neuville zu den Unterschieden zwischen seinem eigentlichen Arbeitsgerät und dem TCR-Fahrzeug. «Aber beide Autos machen sehr viel Spaß und sind in ihrer Serie Gewinnerfahrzeuge. Das WRC hat Allradantrieb mit einem verstellbaren Mitteldifferenzial, rund 400 PS und eine speziellere Aerodynamik, während der Hyundai i30 N TCR weniger Leistung hat und ein Fronttriebler ist. Außerdem ist das Rallyeauto dafür entwickelt worden, dass es auf den unterschiedlichsten Belägen schnell ist – egal ob Schotter, Schnee oder Asphalt. Daher ist es grundsätzlich anders konzipiert als das Rundstreckenauto.»

Für das Rennwochenende auf dem Nürburgring hat sich der Hyundai Werksfahrer trotz seiner geringen Rundstreckenerfahrung einiges vorgenommen: «Ich habe bereits jetzt nach meinen ersten Testrunden ein gutes Gefühl im Hyundai i30 N TCR, aber am Donnerstag vor dem Lauf auf dem Nürburgring werden wir dort noch einmal testen. Dann wird mich auch FIA-WTCR-Champion Gabriele Tarquini unterstützen, der den Hyundai i30 N TCR mitentwickelt hat. Natürlich sind die anderen Fahrer in der ADAC TCR Germany alle Tourenwagen-Spezialisten und es wird schwierig, dort vorne mitzufahren. Aber ich denke, ich könnte für eine Überraschung sorgen. Ich bin mir sicher, dass ich etwas von der Rundstrecke mitnehmen kann, das mir bei den Asphaltrallyes helfen wird.»

Für Neuville geht es nach seinem TCR-Gastspiel Schlag auf Schlag weiter. Bereits in der Woche nach dem Nürburgring startet er bei der ADAC Rallye Deutschland (22.–25. August). Rund um den Bostalsee im Saarland, in den Moselweinbergen und auf den legendären Prüfungen des Truppenübungsplatzes Baumholder tritt der 31-Jährige beim deutschen WM-Lauf dann wieder im Hyundai i20 Coupe WRC an.

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