Unser neues Rätsel Racing-Raritäten: Mit einem berühmten Namen
Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen Fahrer mit einem berühmten Namen. Wer ist auf diesem Bild zu sehen? Wo und wann wurde dieses Foto aufgenommen? Machen auch Sie mit!
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Für das neue Rätsel gilt der Tipp: Dieser Fahrer rückte mit einem berühmten Namen aus.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser Fahrer brachte mehr Mut an die Rennstrecke als die meisten anderen Piloten. Das war ein kleines Wortspiel, denn zu sehen ist der Engländer Piers Courage im Training zum Race of Champions 1967 in Brands Hatch, der Brite sitzt in einem Lotus-Martin. Bei diesem nicht zur WM zählenden Formel-1-Lauf verpasste er die Qualifikation.
Courage – Markenzeichen silberner Helm mit Logo der Eliteschule Eton – stammte aus der Bierbrauer-Dynastie gleichen Namens. Aber das Familien-Unternehmen weckte in Piers keine Freude, er war längst dem Rennsport verfallen.
Zu seiner Eton-Zeit lernte Courage die späteren Weggefährten Bubbles Horsley und Sheridan Thynne kennen, dazu den Racer Jonathan Williams (mit Teamchef Frank Williams nicht verwandt), ihre Wohnung in der Pinner Road von London war Epizentrum der Rennverrückten.
Die Familie Courage glaubte zunächst, die Rennleidenschaft von Piers seien nur Flausen, sein Vater kaufte ihm sogar die ersten Rennwagen 1962 und 1963. Als klar wurde, dass es Courage mit dem Sport ernst meint, kam es zum Bruch mit der Familie.
Piers Courage und seine Model-Freundin Sally Curzon galten als Traumpaar, sie wurden in Klatschblättern auf den Promi-Seiten genauso hoch gehandelt wie im Sportteil. Weil von der Familie Courage kein Geld kam, war das Budget immer knapp, und die Einnahmen von Sally mussten oft für den Sport herhalten.
Courage arbeitete sich die klassische Rennleiter hoch: Clubrennen, Formel 3, Formel 2. Piers war schnell, aber zunächst oft unbeherrscht. Erst in der Tasman-Serie Anfang 1968 festigte er seinen Ruf und ging mit frischem Selbstvertrauen ans Werk. Er wurde Gesamtdritter der Serie hinter den Assen Jim Clark und Chris Amon.
Frank Williams und Piers Courage wurden zu einem untrennbaren Paar, zunächst in der Formel 2. Piers hatte ein Angebot von Colin Chapman abgelehnt, nach dem Tod von Jim Clark Stallgefährte von Graham Hill zu werden. Courage war der Ansicht, dass die Nummer 2 bei Lotus zu wenig gut behandelt wird.
Courage mauserte sich in der Formel 2 zum Spitzenpiloten, mit Williams ging es 1969 in die Königsklasse, gefahren wurde mit Kundenautos von Brabham. Courage fiel oft aus, weil die Autos nicht zuverlässig waren, liess aber mit zweiten Rängen in Monaco und in Watkins Glen aufhorchen. Er wurde beachtlicher WM-Achter.
1970 blieb Piers Courage (trotz eines Angebots von Enzo Ferrari) bei Williams, Frank hatte beim Italiener Gianpaolo Dallara mit Geld des Unternehmers Alejandro de Tomaso einen F1-Renner in Auftrag gegeben. Damit errang Courage in Monaco und in Zandvoort jeweils Startplatz 9, doch bis zum niederländischen Grand Prix konnte er keine Punkte einfahren.
In Zandvoort kam Courage wegen eines Vorderradaufhängungs-Bruchs von der Bahn ab, der Brite wurde vom Rad erschlagen, danach brannte das Magnesium-Chassis komplett aus.
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