Maximo Quiles (1.): «War beängstigend zu wissen, dass David hinter mir war»
Maximo Quiles holte im Moto3-Rennen in Barcelona seinen vierten Saisonsieg. Er sei das härteste Rennen gewesen, das er je gefahren sein. Wie er das Duell mit David Munoz in der letzten Kurve erlebte.
Im Moto3-Rennen in Barcelona hatte WM-Leader Maximo Quiles keine einfache Ausgangsposition, denn der Aspar-Pilot startete nur von Position 7. Zu Beginn konnte er sich auf Platz 5 nach vorne kämpfen, in der dritten Runde ging es für ihn aber bis auf Position 10 nach hinten. Danach hielt sich der Saisondominator in der Verfolgergruppe auf, in Runde 12 von 18 lag er an der achten Stelle.
Dann kämpfte sich Quiles Platz um Platz nach vorne, fünf Runden vor Schluss war er bereits Zweiter. Eine Runde später schnappte er sich Intact-Pilot David Almansa, und er übernahm das erste Mal die Führung. Danach folgten an der Spitze ständige Führungswechsel – zehn Fahrer lieferten sich ein enges Duell um den Sieg und um die Podestplätze. In der letzten Runde übernahm Quiles erneut die Führung, hinter ihm lauerte David Munoz auf seine Chance. In der letzten Kurve folgte die Attacke des Intact-Piloten – Munoz ging innen an Quiles vorbei, doch dieser konterte und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 94 Tausendstelsekunden. Alvaro Carpe hatte sich im letzten Moment noch an Munoz auf Platz 2 vorbeigequetscht.
Wie hat Quiles das Duell mit Munoz in der letzten Kurve erlebt? «Es war echt beängstigend zu wissen, dass David hinter mir war und ich spürte, dass er näherkam. Also dachte ich mir: Ich bremse hart und spät, aber dann ziehe ich durch», schilderte Quiles die Situation. «Er überholte mich und fuhr weit nach außen, und ich gab Vollgas. Ich hab’s im dritten Gang gemacht – normalerweise mach ich das nicht im dritten Gang. Ich hatte einen besseren Ausgang, es war großartig!»
Das härteste Rennen
Quiles hatte im Rennen seine Probleme, es wirkte alles andere als souverän. «Ja, das war definitiv das härteste Rennen, das ich je gefahren bin», musste der 18-Jährige zugeben. «Jeder wollte gewinnen – hier kann jeder gewinnen, weil es den Windschatten gibt. Ich wusste also, dass es richtig schwer werden würde. Aber ja, ich hab’s geschafft, das ist toll. Ich glaube, das war eines der Rennen, bei denen ich am nervösesten war. Ich bin so froh, dieses Rennen gewonnen zu haben.»
Dabei hatte Quiles während des Rennens auch mit Getriebeproblemen bei seiner KTM zu kämpfen. «Am Ende sagte ich mir: ‘Die Gänge sind mir egal, ich schalte in den Killer-Modus und fange an, die anderen zu überholen’.»
Maximo Quiles liegt in der WM-Tabelle nach seinem vierten Saisonsieg nun mit 64 Punkten Vorsprung auf Adrian Fernandez (Leopard Honda) an der Spitze der Kategorie. In Barcelona mit all den Schwierigkeiten den Sieg zu holen, muss dem aus Murcia stammenden Fahrer noch mehr Zuversicht im Titelkampf geben. «Ja, das ist wirklich toll, und ich freue mich riesig darüber, denn ich weiß, dass es definitiv das schwierigste Rennen war», so Quiles. «Dieser Sieg war so toll, das motiviert mich, denn ich hatte Probleme und konnte gewinnen. Deshalb müssen wir zukünftig am Freitag und Samstag noch besser arbeiten, um den Unterschied zu machen.»
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