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HRC-Projektleiter Kokubu: «Honda fehlen 5 PS»

Die HRC-Techniker testen in Almeria einen neuen Experimental-Motor mit 81 mm Bohrung. Wir sprachen mit Projektleiter Shinichi Kokubu.

Moto3

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Wenn es noch einen letzten Beweises bedurft hätte, dass sich die Honda Racing Corporation (HRC) jetzt werkseitig mit der Moto3-Weltmeisterschaft beschäftigt, dann ist es die Anwesenheit von Shinichi Kokubu beim letzten Test vor der Winterpause auf dem Circuito de Almeria, wo heute wegen des Regens kaum getestet wurde.

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Kokubu war Co-Projektleiter bei der Entwicklung letzten Honda NSR 500 und ist seit mehr als zehn Jahren Projektleiter für den Bau der MotoGP-Werksmaschinen RC211V (990 ccm), RC212V (800 ccm) und RC213V (1000 ccm).

Der 45jährige Japaner fungiert heute als "head of the motorbike racing development", ist also ranghöchster Entwicklungs-Ingenieur bei HRC.

HRC ist mit Informationen zum neuesten Werkseinsatz in der 250-ccm-Viertakt-Klasse mit den Teams Estrella Galicia 0,0, mit Ongetta CBC Corse und dem Racing Team Germany sehr zurückhaltend. Offenbar gibt es einen Eperimental-Motor mit 81 statt 78 mm Bohrung. Ob das die Lösung für 2014 ist, darüber sind sich die HRC-Techniker offenbar noch nicht im Klaren.

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Im Gespräch SPEEDWEEK.com rückte Shinichi Kokubu mit ein paar aufschlussreichen Statements heraus.

Kokubu-san, bisher verlieren die Honda hier mit den überarbeiteten NSF250R-Motoren bis zu 1,2 Sekunden auf die Bestzeit von KTM-Pilot Jack Miller in der Vorwoche. Und Viñales ist hier im Frühjahr sogar schon 1:39,3 min gefahren.

Wir sind einfach nur zum Testen hier. Und wir sind uns bewusst: KTM hat ein fertig entwickeltes Motorrad.

Sie haben drei Teams für nächstes Jahr. Werden alle sechs Fahrer identisches Werksmaterial erhalten?

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So sieht es das Reglement vor. Jeder Hersteller muss den Teams und Fahrern identische Motoren liefern. Sie müssen alle die gleiche technische Spezifikation haben.

Honda hat 2012 und 2013 mit einer Bohrung von 78 mm operiert, KTM mit 81 mm. Jetzt hat Honda hier Experimental-Motoren mit ebenfalls 81 mm im Einsatz? Sie scheinen aber nicht viel kräftiger zu sein als die bisherigen Triebwerke?

81 mm ist die maximal erlaubte Bohrung, ja.

Und Honda wird 2014 mit der grösseren Bohrung fahren?

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Das haben wir noch nicht entschieden. Wir probieren hier nur etwas aus. Klar, es besteht ein Nachteil gegenüber KTM. Unser augenblicklicher Motor ist nicht so gut wie der von KTM. Das ist offenkundig.

Mit 81 mm Bohrung und 48,5 mm Hub hat KTM bei der erlaubten Maximaldrehzahl von 14.000/min deutlich mehr Power erzeugt als die Konkurrenz?

Ja, aber es gibt auch andere Methoden und Möglichkeiten, um mehr Motorleistung zu erzielen. Ich kann momentan noch nicht sagen, mit welchen Bohrung-Hub-Verhältnis wir 2014 antreten werden.

Honda hat seit 25 Moto3-WM-Rennen nicht mehr gewonnen. Das hat Honda stark getroffen?

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Unsere Philosophie war, dass die Moto3-Klasse preiswert und erschwinglich sein muss.

KTM-Rennchef Pit Beirer betont, man habe einfach das Reglement studiert und dann ein wettbewerbsfähiges Motorrad gebaut. HRC-Chef Nakamoto beklagt jetzt, KTM zerstöre den Motorsport?

Was das Budget betrifft, hat er Recht. Man hört gewisse Gerüchte über Fahrergagen im Fahrerlager... Die Moto3-Klasse soll preiswert sein. Die Realität sieht anders aus.

Mahindra-Konstrukteur Alex Giussani räumt ein, der Mahindra-MGP3O-Motor sei 2013 rund 4 PS schwächer gewesen als das Triebwerk von KTM. Haben der Honda in diesem Jahr auch 4 PS gefehlt?

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Vielleicht sogar mehr als 4 PS. Da müssen Sie Jack Miller fragen...

Sie müssen also mindestens 5 PS finden? Und in vier Monaten geht die WM in Doha los?

Im Grunde ist es Honda-Stil, im Rennsport nach maximaler Motorleistung zu trachten. Aber in letzter Zeit hat ein Umdenken stattgefunden. Vielleicht brauchen wir in erster Linie im mittleren Drehzahlbereich viel Power.

Die Zeiten von Almeria am Dienstag, 26. November

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7. Zulfahmi Khairuddin (MAL), FTR-Honda. 1:43,547

8. Alexis Masbou (F), Honda, 1:43,794

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