Qualifying 1, Balaton: Bagnaia und Marini weiter, Binder wieder am Boden
Nach 15 Minuten im ersten MotoGP-Qualifying hatten sich zwei Italiener durchgesetzt. Bagnaia und Marini zogen ins Q2. Binders Versuch nachzuziehen scheiterte im Kies. Toprak hinter Iker Lecuona.
Nach dem FP2 mit dem Ducati-Duo Marc Marquez und Fabio Di Giannantonio ging es am Plattensee bei idealen Wetterbedingungen in die erste der beiden Quali-Sitzungen. Um kurz vor 11 lagen die Temperatur bereits höher als Vortag, der Pedro Acosta als MotoGP-Spitzenreiter ausgewiesen hatte.
Nicht geschafft hatte den direkten Einzug ins Q2 Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia. Der Doppelweltmeister musste nun gegen 11 Rivalen im Q1 antreten. Mit dabei Fabio Quartararo und Toprak Razgatlioglu – beide Yamaha-Piloten hatten Bagnaia im Zeittraining hinter sich gelassen. Gescheitert waren auch mit Ausnahme von Acosta alle KTM-Piloten. Sowohl Enea Bastianini als auch Brad Binder, der im Zeittraining zeitweise auf Bestzeitkurs war, dann aber im Finale zu Boden ging.
Ähnlich das Bild bei Honda. Rookie-Moreira brillierte, Marini, Mir und Ersatzpilot Cal Crutchlow rollten im Q1 auf den 4070 Meter langen Balaton Park Circuit. Spannend auch die Frage: Wie schlägt sich Marquez-Ersatz Iker Lecuona bei Gresini? Im Zeittraining hatte sich der junge Spanier lange in den Top-10 gehalten.
Als es um die erste Richtzeit ging, hängte sich Lecuona bei Bagnaia an, doch die Lokomotive aus Italien brach den ersten Anlauf ab. Voll durchzog dagegen Toprak Razgatlıoğlu – «El Turco» setzte sich zunächst an die Spitze vor Morbidelli, Viñales und Marini.
Zwei Minuten später war der Rookie der Pramac-Mannschaft nur noch Fünfter. Enea Bastianini, Mir und Marini waren in den 1:37er-Bereich vorgestoßen. Auch Lecuona ging an der Kunden-Ducati vorbei. Zur Halbzeit der Sitzung glänzte Fabio Quartararo. Der Quali-Spezialist war auf Q2-Kurs, musste seine Runden nach einem heftigen Rutscher abbrechen, der Franzose blieb auf P6.
Sechs Minuten vor der Flagge machte sich Pecco Bagnaia daran, nachzulegen. Doch nicht nur der Italiener war griffvoll an. Das Klassement wurde noch einmal neu geschrieben. Im Finale wechselte die Spitze erst an das Honda-Duo mit Marini an der Spitze. Während Brad Binder wieder stürzte und damit auf Startplatz 17 hängen blieb, schaffte Bagnaia die erhoffte Superrunde: 1:37,443 min – Platz 1.
Eine Minute vor der Flagge waren die Positionen bezogen. Mit Bagnaia und Marini zogen zwei Freunde aus der VR46-Akademie ins Q2. Grummeln bei Joan Mir, der das Q2 um ein Zehntel verpasste. Bastianini landete auf Platz 4 vor Quartararo und Iker Lecuona. Razgzagtlioglus Q2-Versuch scheiterte. Der Türke muss die Rennen in Ungarn von Platz 18 beginnen.
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