Jorge Martin (9.): «Ich kenne immer noch nicht das Limit der Aprilia»
Jorge Martin schaffte wie alle drei anderen Aprilia-Fahrer in Balaton Park den wichtigen direkten Einzug ins Q2. Seine persönlichen Top-Anwärter für die Rennsiege am Plattensee überraschen nicht.
Jorge Martin sprang als Neunter des wichtigen Nachmittagstrainings auf dem Balaton Circuit ins zweite Qualifying. Martin war als Neunter nur viertschnellster und «langsamster» der RS-GP-Truppe. Der MotoGP-Weltmeister des Jahres 2024 verlor auf seiner persönlich schnellsten Runde 0,9 Sekunden auf den entfesselten Pedro Acosta (Red Bull KTM). Auf Teamkollegen Marco Bezzecchi und Position 6 fehlten jedoch nur 0,2 Sekunden.
«Freitag war ein guter Tag», stellt Martin fest. «Die Zeitenattacke ist bei mir immer noch jene Sache, bei der ich am meisten Probleme habe. Ich habe aber über den Tag mein Gefühl Stück für Stück immer weiter verbessert. Das gute Gefühl für die Frontpartie kommt zurück, welches ich in Mugello vermisst habe. Wenn ich aber eine Runde voll auf Druck fahre, kommen da immer wieder neue Probleme hervor. Da muss ich mich verbessern – aber davon abgesehen ist alles in Ordnung», freute sich der WM-Zweite.
Der Madrilene hat noch einiges vor: „«ch will mich bei der nächsten Chance im Q2 weiter verbessern und auch bei der Rennpace ist sicher auch noch etwas möglich. Wir sind ganz gut in Schuss, es gibt aber ein paar Stellen, wo ich noch Probleme habe. Ich fühle mich besser als in Mugello – auch mit meinem Fuß. Im Vorjahr konnte ich nach zwei Runden im Quali-Modus kaum mehr die Richtungsänderungen bewältigen. Es wird ein anspruchsvolles Rennen, aber nicht so wie gerade erst in Italien.»
Seine Vorhersage für die Rennen will Martin nicht an die große Glocke hängen. Dennoch sagte der wieder erstarkte Aprilia-Pilot: «IIch denke, Pedro und Marc sind die Jungs, die es zu schlagen gilt. Sie sind immer schnell. Ihre Pace war stärker als unsere, das konnte ich klar sehen. Aber Aprilia ist auch da – und darum geht es. Im Vorjahr war «Bezz» der beste Aprilia-Fahrer, jetzt sind wir alle direkt im Q2. Ich fühle mich okay, aber ich muss wie immer weiter pushen.« Zu den Reifen sagt Martin: «Am Freitag war es recht kühl, der Medium-Reifen hat so nicht optimal funktioniert.» Korrekt ist: Am Freitag war es mit 20 Grad nicht heiß, Samstag und Sonntag sind Temperaturen um 25 Grad zu erwarten.
Der einst bärenstarke Pramac-Ducati-Quali-König Jorge Martin grübelt über seine Unsicherheit im Quali-Modus: «Wenn ich es wüsste, würde ich handeln. In der Vergangenheit kannte ich mein Bike einfach perfekt. Bei der Aprilia kenne ich das Limit noch nicht ganz. Manchmal kommen neue Probleme. Ich muss das noch besser verstehen. Es gibt Sektoren, in denen ich super schnell bin – und in anderen eben nicht. Ich denke, es geht jetzt darum, alle Bereiche zusammenzufügen und noch konstanter zu sein. Meine ideale Runde wäre laut den Daten eine 1:37,4 gewesen, damit wäre ich glaube ich Vierter gewesen.» Zum Vergleich: Acosta war der einzige Pilot, dem am Freitag eine 1:36er-Runde gelang.
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