Pirelli greift für Estoril ins Regal: Nur bewährte Superbike-Reifen
Für Cremona hatte Pirelli noch neue Entwicklungen im Angebot, aber für das Superbike-Meeting in Estoril geht der Einheitsreifenlieferant auf Nummer sicher und greift auf bewährte Mischungen zurück.
Noch zwei Rennwochenenden der Superbike-WM 2026 stehen aus, dann endet die Ära von Pirelli als Einheitsreifenlieferant – ab 2027 übernimmt Michelin die Ausrüstung der seriennahen Weltmeisterschaft. Jeder hätte Verständnis dafür gehabt, wenn Pirelli die letzte Saison mit reduziertem Engagement auslaufen lässt, doch noch in Cremona bot der italienische Hersteller neue Entwicklungen an.
Für Estoril, das elfte von zwölf Meetings in diesem Jahr, sieht das anders aus. Die direkt am Atlantik gelegene Rennstrecke wurde zuletzt vor 20 Jahren neu asphaltiert und bietet wenig Grip. Zum Einsatz kommen daher die weichsten Reifen, die Pirelli im Angebot hat. Für das Qualifying und das Superpole-Race kann der SCQ verwendet werden und für die langen Rennen der weiche Rennreifen SCX.
«Was den Streckenverlauf und die Asphalteigenschaften betrifft, handelt es sich um eine Strecke, die in der Vergangenheit keinen besonders hohen Grip geboten hat, dafür aber unterschiedliche Anforderungen an die Reifen stellt», erklärt Rennchef Giorgio Barbier. «Im vergangenen Jahr haben wir den Fahrern gerade wegen dieser Eigenschaften zwei Entwicklungsreifen für das Hinterrad zur Verfügung gestellt: den E0479 Extrasoft und den E0126 Supersoft. Beide wurden sofort geschätzt und lieferten deutliche Verbesserungen sowohl über eine einzelne Runde als auch über die gesamte Renndistanz. Diese beiden Spezifikationen werden auch für diesen Lauf wieder angeboten.»
Droht bei der Superbike-WM in Estoril ein Wetterumschwung?
Für das Wochenende wird zwar spätsommerliches Wetter mit viel Sonnenschein vorhergesagt, durch die Nähe zum Meer kann es aber – ähnlich wie auf Phillip Island – auch spontan umschlagen und Regen aufziehen. «Die geografische Lage ist ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden muss: Die Möglichkeit von Regenfällen und plötzlichen Temperaturschwankungen kann es erforderlich machen, dass Teams und Fahrer schnell auf die Abstimmung ihrer Motorräder reagieren müssen», weiß Barbier.
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