Pit Beirer (KTM) über Acosta: «Pedro ist unglaublich erwachsen geworden!»
MotoGP-Ass Pedro Acosta fährt seit der zweiten Saisonhälfte 2025 konstant Top-Ergebnisse ein. KTM-Rennsportchef Pit Beirer erzählt, welchen Entwicklungsschritt der Spanier letztes Jahr gemacht hat.
Pedro Acosta ist seit 2024 in der MotoGP-WM und fährt bereits das dritte Jahr für KTM. In seiner Rookie-Saison raste der Moto3- und Moto2-Weltmeister gleich in seinem zweiten Grand Prix in der Königsklasse in Portimao auf das Podest. Beim Großen Preis der USA legte er direkt nach und wurde Zweiter. Danach folgten einige weitere Podestplätze, aber auch Ausfälle – Acosta zahlte Lehrgeld.
In seinem zweiten MotoGP-Jahr schaffte es der Spanier in der ersten Saisonhälfte nicht auf das Podest. Die RC16 hatte einige Schwächen, weshalb es Acosta oft mit der Brechstande versuchte und einige Male im Kies landete – und somit in diesen Rennen keine Punkte holte. Ab der zweiten Saisonhälfte wurde es viel besser. KTM gelang beim Bike ein Entwicklungsschritt und der 21-Jährige hatte einen Stammplatz auf dem Podest. Doch nicht nur das Motorrad konnte verbessert werden – Acosta wurde reifer und geduldiger, weshalb er konstant Top-Ergebnisse einfahren konnte. Dies setzte sich in diesem Jahr fort.
Pit Beirer über Acosta: «Letztes Jahr war er sehr negativ eingestellt!»
«Der Pedro ist unglaublich erwachsen geworden. Er weiß, dass wir vielleicht nicht immer das beste Bike haben. Er hat jetzt aber akzeptiert: In den Top-3 in der Weltmeisterschaft landest du nur, wenn du permanent das maximale rausholst – denn keiner hat bei jedem Grand Prix das beste Bike», erzählte KTM-Rennsportchef Pit Beirer im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Letztes Jahr war er, getrieben durch unsere Firmenkatastrophe, sehr negativ eingestellt. Er hat beim ersten Rennen gemerkt, dass es nicht zum Gewinnen reicht. Für ihn gab es nur gewinnen oder nichts – dazwischen gab es nichts. In der Saisonanalyse war aber ganz klar, dass wenn er die guten vierten, fünften oder sechsten Plätze, wo er ab und zu auch gestürzt ist, weil er gewinnen wollte, mitgenommen hätte, dann wäre er letztes Jahr Dritter gewesen in der WM. Das war sein Learning: ‘Ich muss die Punkte mitnehmen und meine Rennen werden kommen – meine Strecken werden kommen!’ Man muss einfach da sein für die Punkte, sonst nutzt einem die ganze Performance nichts. Er ist in dieser Zeit schon unglaublich erwachsen geworden.»
Beim US-GP vor gut einer Woche hatte Acosta wieder eine schwierige Situation zu meistern. Im Sprintrennen fuhr er als Dritter ins Ziel. Dann bekam er nachträglich eine 8-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt, da er mit einem zu niedrigen Reifendruck unterwegs war – er rutschte auf Rang 8 ab. Davon ließ sich der KTM-Werksfahrer nicht aus dem Konzept bringen – im Grand Prix am nächsten Tag raste er erneut auf das Podest. Dieses Mal passte der Reifendruck. In der WM-Wertung liegt Pedro Acosta nach drei Rennwochenenden mit 60 Punkten auf Rang 3.
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