Speedway-GP Prag: Leon Madsen verblüffte alle – wie Phoenix aus der Asche
Nach seinem letzten Platz in Landshut hat Leon Madsen in Prag den Spieß umgedreht und den Speedway-GP von Tschechien gewonnen. Mit seinem zweiten Podestplatz übernahm Bartosz Zmarzlik die WM-Spitze.
Prag bleibt für Leon Madsen ein gutes Pflaster: Nach einer Podestplatzierung bei seinem einzigen GP-Einsatz im vergangenen Jahr hat er noch einen draufgesetzt und das zweite Rennen der Saison 2026 gewonnen. Der Däne hat sich nach Abschluss der 20 Vorläufe den direkten Finaleinzug sichern können, obwohl er vier Punkte abgab. Besser war nur Weltmeister Bartosz Zmarzlik, der vier Siege einfuhr und im zehnten Lauf seine einzigen Punkte an Madsen und Brady Kurtz einbüßte.
Die beiden weiteren Finalteilnehmer wurden in den Last-Chance-Qualifiern ermittelt. Der erste der beiden Hoffnungsläufe musste nach einem Sturz von Max Fricke abgebrochen und neu gestartet werden. Der 30-Jährige hatte auf der äußeren Linie versucht die vor ihm fahrenden Kurtz und Jack Holder zu attackieren, als er in der Zielkurve das Motorrad überzog und mit einem spektakulären Highsider abflog. Im Rerun behielt Kurtz die Nerven, konnte sich erneut an die Spitze des Feldes setzen und so die erste Finalteilnahme der Saison festzurren.
Im zweiten Last-Chance-Qualifier endete der Rennabend des bis dahin WM-Führenden und Landshut-Siegers Kacper Woryna, der nur Dritter wurde. Mit einem waghalsigen Manöver hatte Michael Jepsen Jensen sich an Dominik Kubera vorbei in Front gesetzt und die Spitze dann auch erfolgreich verteidigt.
Im Finale erwischte Madsen den besten Start und konnte Runde um Runde die wilden Attacken des zweitplatzierten Kurtz abwehren. Als Dritter kam Zmarzlik in einem Fotofinish vor Jensen ins Ziel, was dem Polen 16 WM-Punkte und die WM-Führung einbrachte. Den Siegerpokal erhielt Madsen vom tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel, der dem insgesamt 30. Grand Prix in der goldenen Stadt beiwohnte und sich während des Rennens auch als Fotograf ins Innenfeld der Bahn wagte.
Am Pfingstmontag, 25. Mai, findet in Abensberg die erste von drei Qualifikationsrunden zum GP-Challenge statt. Aus Prag werden Anders Thomsen, Jan Kvech und Dominik Kubera dabei sein, die deutschen Startplätze erhielten Norick Blödorn und Kevin Wölbert. Wer nicht vor Ort sein kann, dem sei der
Ergebnisse Speedway-GP Prag/CZ:
Leon Madsen (DK), 20 WM-Punkte/11 Vorlaufpunkte
Brady Kurtz (AUS), 18/9
Bartosz Zmarzlik (PL), 16/13
Michael Jepsen Jensen (DK), 14/10
Jack Holder (AUS), 12/11
Kacper Woryna (PL), 11/9
Dominik Kubera (PL), 10/9
Andzejs Lebedevs (LV), 9/7
Jason Doyle (AUS), 8/7
Max Fricke (AUS), 7/8
Robert Lambert (GB), 6/6
Patryk Dudek (PL), 5/6
Anders Thomsen (DK), 4/5
Jan Kvech (CZ), 3/5
Nazar Parnitskyi (UA), 2/3
Adam Bednar (CZ), 1/1
Last-Chance-Qualifier 1: 1. Brady Kurtz, 2. Jack Holder, 3. Andzejs Lebedevs, 4. Max Fricke (S)
Last-Chance-Qualifier 2: 1. Michel Jepsen Jensen, 2. Kacper Woryna, 3. Dominik Kubera, 4. Jason Doyle
Finale: 1. Leon Madsen, 2. Brady Kurtz, 3. Bartosz Zmarzlik, 4. Michael Jepsen Jensen
Stand nach 2 von 10 Rennen:
Bartosz Zmarzlik (PL), 32 Punkte
Kacper Woryna (PL), 31
Brady Kurtz (AUS), 26
Leon Madsen (DK), 21
Jack Holder (AUS), 21
Robert Lambert (GB), 20
Jason Doyle (AUS), 19
Dan Bewley (GB), 18
Dominik Kubera (PL), 17
Michael Jepsen Jensen (DK), 16
Patryk Dudek (PL), 15
Andzejs Lebedevs (LV), 14
Fredrik Lindgren (S), 12
Max Fricke (AUS), 10
Nazar Parnitskyi (UA), 8
Anders Thomsen (DK), 4
Norick Blödorn (D), 4
Jan Kvech (CZ), 3
Adam Bednar (CZ), 1
Kevin Wölbert (D), 0
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