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In der offiziellen Startliste für die Superbike-WM 2026 taucht Andrea Iannone mit seinem eigenen Ducati-Team Cainam Racing auf. Doch bis heute ist das nur ein Name auf dem Papier.
Als SBK-Promoter Dorna Ende November die provisorische Startliste für die Superbike-WM 2026 veröffentlichte, stand auf dieser auch das neue Team von Andrea Iannone: Cainam Racing – sein Spitzname Maniac rückwärts geschrieben. Selbst Insider haben sich gewundert, denn nichts ließ darauf schließen, dass der 36-Jährige ein Team auf die Beine gestellt hat.
Dass Iannone auf der Startliste steht, garantiert nur eines: Dass er bei der Dorna die dafür nötige Einschreibegebühr bezahlt hat. Seither sind zwei Monate vergangen – und Iannone hat noch nicht mal Motorräder bei Ducati bestellt, geschweige denn bezahlt!
Fest steht: Wenn am letzten Februar-Wochenende auf Phillip Island in Südaustralien die Superbike-WM 2026 beginnt, wird dies ohne Andrea Iannone sein. Ob wir ihn dieses Jahr irgendwann später in der Startaufstellung sehen, darf bezweifelt werden.
Würde er heute Rennmotorräder bei Ducati bestellen, dauert es viele Wochen bis zur Auslieferung. Außerdem gibt es kein Team: Iannone hat weder einen Elektroniker, Crew-Chief noch Mechaniker. Selbst alteingesessene Ducati-Mitarbeiter haben nicht einen Namen gehört.
Immer wieder gab es Berichte, Iannone würde mit dem australischen Team Advocates Ducati zusammenarbeiten. Doch dieses hat sich wenig später zur Britischen Meisterschaft bekannt und ging eine Kooperation mit Jackson Racing ein. Als es daran ging, die ersten Mitarbeiterhonorare zu überweisen, war von Advocates Racing nichts mehr zu sehen und hören.
Für ein eigenes Team müsste Iannone nicht nur innerhalb kürzester Zeit ein Team aus dem Boden stampfen, sondern auch zirka 1,5 Millionen Euro Budget auftreiben. «Wir würden gerne etwas mit Andrea machen, aber das wird sehr schwierig», räumte ein hochrangiger Ducati-Manager gegenüber SPEEDWEEK.com ein.
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