Jake Dixon (11.): Die ersten WM-Punkte mit dem bisher besten Honda-Finish!
Die Performance von Jake Dixon im ersten Superbike-Lauf in Magny-Cours war aller Ehren wert. Der Engländer fuhr erstmals in die Punkteränge und das bisher beste Saisonergebnis von Honda.
Normalerweise ruft ein elfter Platz keine Jubelstürme hervor, doch für seine Leistung hat sich Jake Dixon ein Lob verdient. Magny-Cours ist erst das dritte Rennwochenende der Superbike-WM 2026, an dem der Engländer teilnimmt. Tatsächlich ist es aber das erste Meeting, bei dem der Honda-Pilot weitgehend beschwerdefrei ist.
Denn der Rookie zog sich vor dem Saisonauftakt bei einem Sturz im Rahmen des Phillip-Island-Tests eine langwierige Handverletzung zu, verpasste die ersten fünf Events der Superbike-WM 2026, gab im MotorLand Aragón ein verfrühtes Comeback (Verzicht auf den Rennsonntag), ließ Misano aus. Sein erstes volles Rennwochenende auf der CBR1000RR-R absolvierte Dixon bei seinem Heimrennen in Donington Park, doch dort hatte er sich am rechten Arm einen Nerv eingeklemmt und litt Höllenqualen.
Warum Dixon die Hoffnung von Honda ist, bewies der 30-Jährige in Magny-Cours. Nach Platz 10 in der Superpole preschte der langjährige Moto2-Pilot im ersten Lauf als Elfter ins Ziel. Beide Male egalisierte er die bisher besten Honda-Ergebnisse. Einen zehnten Startplatz erreichte zuvor nur Testfahrer Jonathan Rea bei seinem Gaststart in Donington Park. Platz 11 in einem Rennen hatte Tetsuta Nagashima im zweiten Lauf auf Phillip Island eingefahren, ebenfalls im Rahmen einer Wildcard.
Nebenbei: Teamkollege Somkiat Chantra qualifizierte sich lediglich auf Platz 16; im Rennen stürzte der Thailänder.
Ich glaube, ich hätte die Fahrer vor mir noch einholen können.Honda-Werkspilot Jake Dixon
Dixon ist überzeugt: Ohne den Rennabbruch und Restart wäre ein besseres Finish erreichbar gewesen. «Wirklich schade wegen der roten Flagge», ärgerte sich der Vater einer kleinen Tochter. «Beim ersten Start habe ich mich richtig gut gefühlt. Ich kam gut weg und bin nach den ersten paar Runden mit Axel in einen guten Rhythmus gekommen. Damit war ich ziemlich zufrieden, aber dann wurde leider die rote Flagge geschwenkt. Ich hoffe, allen geht es gut.»
Bei Rennabbruch lag Dixon nur 0,3 sec hinter Bimota-Pilot Axel Bassani. Zur Erinnerung: Bimota ist in diesem Jahr hinter Ducati die zweite Kraft! «Beim Neustart hatte ich dagegen keinen besonders guten Start. Dadurch fiel ich etwas zurück und ich fühlte mich in den ersten Runden nicht so gut», berichtete der Honda-Pilot. «Aber dann konnte ich wieder ein paar Plätze gutmachen. Mein Rhythmus gegen Ende war gut, und ich hätte gerne noch ein paar Runden mehr gefahren. Ich glaube, ich hätte die Fahrer direkt vor mir noch einholen können. Es war das erste Mal, dass ich in der Superbike-WM in einer solchen Situation war. Es braucht etwas Zeit, um dazuzulernen, aber ich habe in diesem Rennen viel gelernt.»
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