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Estoril: Yamaha-Pole durch Öncü, QJ Motor überrascht

Die Superpole der Supersport-WM 2025 in Estoril entschied souverän Can Öncü (Yamaha) für sich. Raffaele De Rosa stellte die QJ Motor sensationell in der zweiten Reihe. Marcel Schrötter und Philipp Öttl in den Top-7.

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Wie schon das freie Training fand auch die Superpole der Supersport-WM 2025 in Estoril bei spätsommerlichem Wetter statt. Dass die Bedingungen hervorragend waren, bewies Can Öncü (Yamaha) am Vormittag mit einer Rundenzeit von 1:40,047 min, was 0,004 sec schneller als der Rundenrekord von Isaac Vinales (Yamaha) aus 2020 war. Die absolut beste Zeit fuhr Dominique Aegerter (Yamaha) in der Superpole 2022 in 1:39,046 min.

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Nach nur einem Training folgte am Freitagnachmittag bereits die Superpole. Hierbei handelt es sich um ein traditionelles Qualifying über 40 Minuten, in dem jeder Fahrer so viele Runden fahren kann, wie er möchte. Wegen der reduzierten Trainingszeit nutzen die Piloten die meiste Zeit der Session für die Rennvorbereitung und gehen erst in den letzten Minuten auf Zeitenjagd.

Für die erste ansprechende Rundenzeit sorgte Philipp Öttl (Ducati auf seiner ersten fliegenden Runde in 1:40,205 min. Kaum langsamer der in Estoril gut aufgelegte Ondrej Vostatek, der Teamkollege von Marcel Schrötter, auf Platz 2.

Nach zehn Minuten lag ein Ducati-Trio vorn, gefolgt von ebenso vielen Yamahas. WM-Leader Stefano Manzi, der an diesem Wochenende vorzeitig Weltmeister werden kann, lag an achter Stelle. Dann preschte Öncü in 1:40,092 min an die Spitze. Der Türke war schon zuvor mehrfach auf Bestzeitkurs, verlor aber im letzten Sektor.

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Bei Halbzeit der Session führte weiterhin Öncü vor Öttl und Vostatek. Manzi büßte als Neunter 0,362 sec ein, aber der Ten Kate-Pilot spulte eine beeindruckende Rennsimulation ab. Bei Marcel Schrötter (Ducati) schien es in Estoril es besser zu laufen: Vorläufig auf Platz 10.

Wenig später eine faustdicke Überraschung: Raffaele De Rosa brauste mit der neuen QJ Motor in 1:40,122 min auf Platz 2 ins Rampenlicht!

15 Minuten dem Ende glänzte Öncü mit einer 1:39,608 min – und stürzte zu Beginn der darauffolgenden Runde. Aragon-Sieger Valentin Debise (Ducati) reihte sich mit Rundenzeiten ebenfalls unter 1:40 min hinter dem Türken ein.

Nun näherte sich die Superpole der heißen Phase. Manzi war mittlerweile auf Platz 15 zurückgefallen und Öncü brachte sein Motorrad selbst zurück an die Box, um sich für die finale Zeitenjagd einen frischen Hinterreifen montieren zu lassen. Der weicheste Hinterreifen in der mittleren Kategorie ist der Rennreifen SCX.

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Als erster Top-Pilot ging Philipp Öttl bei noch sieben Minuten wieder auf die Piste – ein Fehler im letzten Sektor machte eine starke Runde des Bayern zunichte. Auf seiner zweiten Runde passierte es dem 29-Jährigen erneut.

Drei Minuten vor dem Ende fuhr Alberto Surra (Yamaha) hinter Öncü auf Platz 2, derweil steigerte sich Öttl zwar geringfügig, fiel aber dennoch auch noch hinter Schrötter auf die sechste Position zurück.

Mehrere Stürze sorgten in der Schlussphase für gelbe Flaggen, was einigen Piloten eine schnelle Runde kostete. Es blieb bei der Bestzeit von Öncü vor Surra und Debise.

Die Sensation war zweifellos De Rosa, der die QJ Motor erstmals in die zweite Reihe auf Startplatz 4 stellte. Neben dem Italiener reihten sich Marcel Schrötter und Lucas Mahias (Yamaha). Philipp Öttl qualifizierte sich als Siebter.

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Enttäuschung bei Ten Kate Yamaha: Stefano Manzi wird nur als 13. in den ersten Lauf am Samstagnachmittag starten!

Die beste Triumph von Tom Booth-Amos folgte auf Startplatz 10. Schlusslicht unter den Herstellern ist Honda mit Corentin Perolari auf der 20. Position.

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