Philipp Öttl kämpft sich zurück – und hinterfragt Ducati-Einstufung
Von Startplatz 17 arbeitete sich Philipp Öttl in Cremona bis auf Rang 7 im zweiten Lauf vor. Die zuletzt schwachen Resultate der Ducati-Piloten sorgen für Zweifel bei der Balance in der Supersport-WM.
Philipp Öttl hat bei der Supersport-WM in Cremona ein schwieriges Wochenende noch zu einem ordentlichen Abschluss gebracht. Nach Platz 17 in der Superpole musste er sich im ersten Rennen durch das Feld arbeiten und wurde Elfter. Seine schnellste Rennrunde brachte ihm zugleich Startplatz 9 für Lauf 2 ein. Am Sonntag fuhr Öttl auf Platz 7 und war damit hinter Jaume Masia der zweitbeste Ducati-Pilot.
«Es war ein schwieriges Wochenende, aus dem wir etwas Solides machen konnten», bilanzierte Öttl am Sonntagabend gegenüber SPEEDWEEK.com. Den Ausgangspunkt dafür hatte er sich anders vorgestellt: «Wir hatten am Freitag keinen guten Start ins Rennwochenende. Mir fehlte das Gefühl für das Motorrad. Es fiel mir schwer, das Motorrad zu verzögern, durch die Kurven zu bringen und zu beschleunigen.»
Der 17. Startplatz machte das erste Rennen zur Aufholjagd. «Es lief zu Beginn des Wochenendes nicht gut, doch später fanden wir unseren Weg», erklärte Öttl. «Im ersten Rennen war das eigentliche Ergebnis nicht besonders gut, doch ich konnte mich für Startplatz 9 im zweiten Rennen qualifizieren. Der Speed war auf jeden Fall da.» Mit dieser besseren Ausgangslage gelang ihm am Sonntag der Sprung auf Platz 7.
Wird die Ducati Panigale V2 momentan zu stark limitiert?
Ganz zufrieden war Öttl trotz der Steigerung nicht. Er fragte sich, ob die Panigale V2 durch die Balance of Performance derzeit etwas benachteiligt ist. «Natürlich wäre ich gern noch weiter vorgefahren. Doch andererseits war ein dritter Platz von Masia das beste Ducati-Ergebnis. Abgesehen davon waren es nur sechste und siebte Plätze. Vielleicht ist die Einstufung nicht ganz richtig. Darauf habe ich aber keinen Einfluss.»
Tatsächlich war Masias dritter Platz im zweiten Rennen von Donington das beste Ergebnis eines Ducati-Piloten bei den vergangenen vier Rennwochenenden. Öttl sieht darin einen möglichen Hinweis, keine abschließende Erklärung für sein eigenes Resultat.
Seinem Team stellte er nach der Aufholjagd ein gutes Zeugnis aus. «Mein Motorrad funktionierte unterm Strich gut. Wir als Team haben uns aus einer schwierigen Situation herausgekämpft», betonte Öttl. Für die verbleibenden Stationen in Estoril und Jerez nimmt er genau diese Entwicklung mit: «Ich freue mich auf die letzten beiden Rennwochenenden und hoffe, dass uns ein guter Saisonabschluss gelingt.»
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