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Cremona, Lauf 1: Zwei Kawasaki und eine Triumph auf dem Podium
Pole-Setter Jeremy Alcoba beeindruckte im ersten Lauf der Supersport-WM 2026 in Cremona mit dem ersten Kawasaki-Sieg seit Mandalika 2023. Auch Domi Aegerter zeigte als Neunter eine solide Leistung.
Am Freitag hatte sich Kawasaki-Ass Jeremy Alcoba erstmals in seiner Karriere eine Superpole-Pole gesichert. Die erste Startreihe im ersten Lauf auf dem Cremona Circuit komplettierten die Yamaha-Piloten Albert Arenas und Filippo Farioli.
Arenas führt die Gesamtwertung mit 70 Punkten Vorsprung auf Valentin Debise (ZX Moto) an, der auf Startplatz 8 lauerte. Hat der Spanier am Sonntag 101 oder mehr Punkte Vorsprung auf den Franzosen, steht er vorzeitig als Weltmeister fest.
Dominique Aegerter (Kawasaki) qualifizierte sich als Zwölfter – nach Assen ist das seine zweitbeste Startplatzierung in diesem Jahr. Zuschauen musste Josh Whatley (Ducati), weil der Brite zuletzt in Magny-Cours den Sturz von Simon Jespersen (Ducati) verschuldet hatte. Alle Piloten ab Startplatz 14 rutschten daher um eine Position nach vorn – für Philipp Öttl (Ducati) bedeutete das Position 16, für Andi Kofler (Yamaha) Platz 31. Der Österreicher profitierte außerdem von Strafen für Yuki Okamoto (Yamaha) und Andrea Giombini (MV Agusta), die an das Ende der Startaufstellung versetzt wurden.
Das Rennen über 20 Runden wurde pünktlich um 14:00 Uhr gestartet. Bei einem wolkenlosen Himmel zeigte das Thermometer spätsommerliche 25 Grad Celsius. Der erste Start wurde in Runde 2 nach einem Sturz von Magny-Cours-Sieger Roberto Garcia (Yamaha) und Jespersen abgebrochen, weil viel Kies auf die Strecke gewirbelt wurde. Beide waren beim zweiten Start über nur noch 13 Runden wieder dabei.
Den Sprint zur ersten Kurve entschied Arenas für sich, der vor Farioli und Alcoba als Führender in die erste Kurve einbog. In Kurve 4 stürzte Oli Bayliss (Triumph) spektakulär. Unabhängig davon ratterte Federico Caricasulo (ZX Moto) durch den Kies.
Nach Runde 1 führte Arenas weiterhin, der sich leicht von Alcoba und Farioli abgesetzt hatte. Can Öncü (Yamaha) und Debise und Jaume Masià folgten innerhalb einer Sekunde. Mit einer soliden Startrunde belegte Öttl Platz 13. Aegerter auf 16 und Kofler auf 28.
Mit der schnellsten Rennrunde in 1:31,987 min schnappte sich Alcoba die Führung. Der Kawasaki-Pilot ist für 2027 auf Jobsuche und braucht dringend gute Ergebnisse. Am Heck der ZX-6R ließen sich Arenas, Öncü, Farioli und Debise aber nicht abschütteln. Der Sechste – Alessandro Zaccone (Ducati) – lag jedoch bereits 2 sec zurück.
Während Debise in 1:31,842 min für eine neue schnellste Rennrunde sorgte, verabschiedete sich Öncü in Runde 5 mit einem Sturz aus dem Rennen. Öttl kämpfte in einer Gruppe um Platz 8, Aegerter hatte sich auf die 14. Position verbessert.
Alcoba leistete eine fehlerfreie Führungsarbeit und setzte sich sogar leicht von Arenas, Farioli und Debise ab. Der junge Spanier hat in der Supersport-Kategorie bisher drei Podestplätze eingefahren, aber noch keinen Sieg.
Nach acht Runden waren mit Zaccone und Lucas Mahias (Yamaha) weitere Piloten gestürzt. Alcoba lag unverändert vorn und die Verfolgergruppe wurde von Tom Booth-Amos (5./Triumph) angeführt. Aegerter hatte Öttl (11.) überholt und war Zehnter.
Drei Runden vor dem Ende führte Alcoba mit 0,6 sec vor Farioli, Arenas und Debise. Booth-Amos (5.) fuhr konstant schneller als die Spitze und lag nur noch 0,8 sec hinter dem Quartett. Aegerter machte eine weitere Position gut und hatte als Neunter Anschluss bis Platz 7.
Alcoba ging mit 0,4 sec Vorsprung in die letzte Runde. Der 23-Jährige beeindruckte mit Nervenstärke und einer präzisen Fahrweise ohne Wackler und Verbremser. Drei Jahre nach Can Öncü in Mandalika 2023 sorgte der Spanier wieder für einen Kawasaki-Sieg. Auf Platz 2 setzte sich Arenas durch. Als Dritter holte Farioli sein erstes Podium in der Supersport-WM.
Vor so vielen chinesischen ZX Moto-Fans auf den Tribünen wie noch nie musste sich Debise mit Platz 4 begnügen. Triumph-Pilot Booth-Amos wurde Fünfter und Matteo Ferrari brachte auf Platz 6 die beste Ducati ins Ziel.
Domi Aegerter kreuzte auf der neunten Position 9 die Ziellinie – es ist erst das zweite einstellige Finish des Schweizers mit Kawasaki. Philipp Öttl wurde Elfter und Andi Kofler 24.
Während Raffaele De Rosa als 14. für QJ Motor zwei Punkte einfahren konnte, ging Honda im ersten Lauf leer aus.
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