Patrick Jacobsen will in die Moto2-WM: Genug von SBK

Von Ivo Schützbach
Moto2
In der Supersport-Klasse war PJ Jacobsen 2015 Vizeweltmeister

In der Supersport-Klasse war PJ Jacobsen 2015 Vizeweltmeister

Der Amerikaner Patrick Jacobsen bleibt in seiner ersten Superbike-WM-Saison unter den Erwartungen. «Meine Ergebnisse dieses Jahr sind furchtbar», sagt der 25-Jährige aus dem Team Triple-M Honda.

Honda setzt 2018 zum ersten Mal seit Jahren wieder mehr als zwei Motorräder in der Superbike-WM ein, neben den beiden Fireblades im Red-Bull-Team gibt es eine dritte Maschine im Satelliten-Team Triple-M.

Diesen Platz bekam Patrick Jacobsen, der New Yorker wurde auf Wunsch von Honda Japan verpflichtet, weil er beim Suzuka Eight Hours 2017 eine gute Leistung zeigte. Durch sein Engagement für die Superbike-WM 2018, konnte sich Honda zugleich seine Dienste für Suzuka sichern.

Doch nach 18 von 26 Läufen hat der Supersport-Vizeweltmeister von 2015 nur 21 Punkte auf dem Konto – gerade einmal die Hälfte von Jake Gagne aus dem Red-Bull-Team. Und nur ein Viertel der Punkte von Hondas Nummer 1 Leon Camier, obwohl der Engländer verletzungsbedingt sechs Läufe verpasste.

«Wenn ich eine konkurrenzfähige Werksmaschine bekomme, dann bleibe ich gerne in der Superbike-WM», erzählte Jacobsen SPEEDWEEK.com. «Aber so ein Bike ist sehr schwierig zu bekommen, außerdem waren meine Ergebnisse dieses Jahr furchtbar. Die Saison war super schwer. Ich habe vieles probiert, es läuft aber nicht. Deshalb schaue ich mich in anderen Serien um, in Moto2 und BSB.»

Auch in MotoAmerica? «Nein, da gibt es keine interessanten Plätze», sagte der 25-Jährige. «Ich habe mich dort auch gar nicht umgehört, ich möchte in Europa bleiben und dort ein konkurrenzfähiges Motorrad fahren.»

In der Moto2-WM gibt es noch gute Bikes? «Ja, da sind einige gute Plätze frei», ist Jacobsen überzeugt. «Nächstes Jahr wird erstmals mit Triumph-Motoren gefahren, da könnte es die Teams etwas durcheinanderwürfeln. Wenn ich die richtige Möglichkeit erhalte, kann ich eventuell glänzen.»

«Ich will keinen Schritt zurück machen», meinte der Amerikaner zur Möglichkeit, in die Supersport-WM zurückzukehren, in der er in 48 Rennen für Kawasaki, Honda und MV Agusta 16 Mal aufs Podium fuhr und zweimal gewann. «Wenn du BSB auf einem sehr guten Motorrad fährst – schau dir Haslam an, er ist nächstes Jahr Johnny Reas Teamkollege bei Kawasaki. Manchmal musst du einen Schritt zurück machen, um einen nach vorne zu machen.»

Jacobsen hat den Schritt in die Moto2-Weltmeisterschaft schon einmal versucht. Im Oktober 2016 machte er sich Hoffnungen, im deutschen Kiefer-Team unterzukommen. «Ich hatte eine Absichtserklärung unterschrieben, dann bekam ich eine E-Mail in der sie mir mitteilten, dass sie sich für einen anderen Fahrer entschieden haben.»

WM-Promoter Dorna ist froh um jeden schnellen GP-Fahrer aus den USA, seit dem Wechsel von Nicky Hayden in die Superbike-WM nach der Saison 2015 gibt es keinen mehr. Joshua Herrin konnte in zehn Rennen 2014 in der Moto2-Klasse keine WM-Punkte sammeln, Joe Roberts eroberte seit 2017 in derselben Klasse immerhin acht.

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